Elbling, weißer

stark wollige Triebspitze mit rötlichem Anflug, Blatt groß, 3-(5) lappig, wenig gebuchtet, derb, Oberseite blasig, auf der Unterseite Nerven borstig bis wollig behaart, Rand scharf gezähnt Traube groß, dicht, Beere groß, länglich, grün bis gelbgrün, dünne Haut.

Weißer Heunisch x ?? Traminer Sämling

Der weiße Elbling (von lat. albus, weiß) ist eine weiße Rebsorte. Er gilt als die älteste Weinsorte Europas. Bereits von den Römern im Moselgebiet angebaut, war er bis ins Mittelalter auch die häufigste deutsche Rebsorte, wurde ab dem 17. Jahrhundert dann allerdings mehr und mehr verdrängt. Als reichhaltiger Traubenträger war er früher beliebt bei denen, die den Zehnten in Wein entrichten mussten.

Lange wurde der Elbling der Rebsortenfamilie des Heunisch zugezählt. Da er kleinere Beeren als die meisten Heunisch-Varianten zeigt, wird er auch "Kleinbeeriger" oder umgangssprachlich "Keenbeerich" genannt. Der "Französische Heunisch" genannt, ist sehr wahrscheinlich eng verwandt dem Elbling.

Wie Dr. Regner von der Höheren Bundeslehranstalt und dem Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg ausführt, wurde in den 1990er Jahren durch DNA-Analysen festgestellt, dass der Elbling eine spontane Kreuzung zweier Sorten mit heunischen und fränkischen Anteilen sei. Als heunische Sorte konnte zweifelsfrei Weißer Heunisch identifiziert werden. Als fränkische Sorte kann ein Traminer-Sämling angenommen werden

Nicht zu verwechseln mit Schwarz- und Blau-Elbling; dies sind Spielarten des Trollinger.

allgemein anspruchslos, mangelnde Holzreife, begrenzte Winterfrostfestigkeit, besonders empfindlich gegen Oidium, Stiellähme und Beerenbotrytis, zählt zu den ertragreichsten  Rebsorten, sehr wüchsig, viel Laubarbeit.

Der Elbling ergibt einen unkomplizierten trockenen und unverfälschten Weißwein, der sich auch hervorragend zur Sektherstellung eignet. Der Wein ist säurebetont, spritzig und fruchtig, ohne Bukett.

Schöffling, H., et al.; 1993: Klon-Züchtung bei Weinreben in Deutschland. Waldkircher Verlag, Waldkirch, 287, 302-304, 333-334.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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