Weißburgunder / Pinot blanc / Pinot bianco

Sehr alte Sorte, Mutation aus dem Grauburgunder, der seinerseits aus dem Spätburgunder entstanden ist. Der Weiße Burgunder wird auch Pinot Blanc, Pinot Bianco oder Klevner genannt. Er ist die hellste aller Burgundersorten und seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Lange wurde nicht zwischen dem Pinot Blanc, dem Chardonnay und dem Auxerrois differenziert, da diese nur durch geschulte Ampelographen und molekularbiologische Verfahren unterschieden werden können. In südlicheren Anbaugebieten fehlt der Sorte oft die Säure, dort wird sie daher oft vom Chardonnay verdrängt. Der Weiße Burgunder wird in vielen europäischen Ländern angebaut, vor allem in Frankreich (besonders im Elsass, und im Burgund, wo er als Ergänzung zu Chardonnay angebaut wird). In Deutschland nimmt der Anbau weiter zu. Er wächst in Norditalien in Friaul, Südtirol, Venetien und der Lombardei, in Österreich in der Steiermark, dem Burgenland, in Niederösterreich und Wien und in der Schweiz in den meisten Anbaugebieten.

Synonyme: Arnaison blanc, Auvernat blanc, Borogna bianco, Morrilon blanc, Pinot Bianco, Pinot Blanc, Pinot Blanc vrai, Pinot Branco, Weißburgunder, Weißer Klevner, Weißer Ruländer

Mittlere bis hohe Lageansprüche. Der Weißburgunder treibt mittelfrüh aus und ist somit empfindlich gegen eventuelle späte Frühjahrsfröste. Ihn zeichnet jedoch bei guter Holzreife eine gute Winterfrosthärte aus. Er bevorzugt tiefgründige Böden, mittelstarker, waagrechter Wuchs, neigt zu mastigem Holz, keine erhöhte Krankheitsanfälligkeit, wird aber häufig vom Traubenwickler befallen. Es handelt sich um eine weinbaulich eher schwierige Rebsorte. Die dünnhäutigen Früchte verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da durch Verletzungen der Schale ihr Saft zu früh freigesetzt wird. Außerdem reagieren sie stark auf Klimaschwankungen (Hitze/Kälte). In kühlen Weinbaugegenden sollten nur Winzer, die über gute südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen und genügend kalkhaltigen Böden verfügen, an die Anpflanzung dieser Sorte denken. Sie ist anfällig gegen den Echten Mehltau und den Falschen Mehltau. Des weiteren neigt sie zu Chlorose, Rohfäule und Virusbefall.

Hier geht es zur Bilderserie "Edelfäule bei Weißburgunder"...

 

     

Weißburgunder Gm 2

2 Gm

Weißburgunder Gm 2

2 Gm

   

Weißburgunder Gm 3

3 Gm

Weißburgunder Gm 3

3 Gm

   

Weißburgunder Gm 5

5  Gm

     

Weißburgunder Gm 7

7 Gm

Weißburgunder Gm 7

7 Gm

   

Weißburgunder Gm 10

10 Gm

Weißburgunder Gm 10

10 Gm

   

Weißburgunder Gm 90

90 Gm

 

Weißburgunder Gm 90

90 Gm

Weißburgunder Gm 90

90 Gm

 
90 Gm Weissburgunder 90 Gm ANT 9539 small   90 Gm ist minimal lockerer, aber sehr ertragreich

Weißburgunder Gm 90

90 Gm

 Weissburgunder 90 Gm ANT 0306

90 Gm

Weissburgunder 90 Gm ANT 0310  
1 Gm neu (locker) Weissburgunder 1 Gm locker ANT 9545 small    1 Gm stammt vom Grauburgunder 1-30 Gm ab.
4-1 Gm kleinbeerig Weissburgunder 4 1 Gm 20160906 111229 Weissburgunder 4 1 Gm 20160906 111238 Weissburgunder 4 1 Gm 20160906 111316 Weissburgunder 4 1 Gm 20160906 111327
4-2 Gm kleinbeerig Weissburgunder 4 2 Gm 20160906 111243    
4-3 Gm kleinbeerig Weissburgunder 4 3 Gm 20160906 111546 Weissburgunder 4 3 Gm 20160906 111552 Weissburgunder 4 3 Gm 20160906 111555
      Die 4er-Klone stammen vom Grauburgunder 27 Gm ab
       
       

Weißburgunder Fr 70

Fr 70

Weißburgunder Fr 70

Fr 70

Weißburgunder Fr 70

Fr 70

   

Weißburgunder Fr 71

Fr 71

Fr 72      

Weißburgunder Fr 74

Fr 74

Weißburgunder Fr 74

Fr 74

     
D 55 D 57      
Fr 2101 neu Weissburgunder Fr 2101 ANT 9540      

D 55 und 57 Klone des ehemaligen staatlichen Versuchsguts in Durlach (inzwischen vom WBI Freiburg mit betreut). Beide sind kompakt und sehr ertragreich.

 

D 209

D 209

D 209

D 209

   

D 212

D 212

D 212

D 212

D 209 ist qualitativ besser

als der ertragreichere D 212

 
Weißburgunder N 81 N 80 Abstammung aus dem Elsaß      

Weißburgunder N 81

N 81

Weißburgunder N 81

N 81

N 81 ist etwas lockerer als

die anderen Klone, Er wird

daher z.Zt. am häufigsten

nachgefragt

 
N 81 Weissburgunder N 81 ANT 9543    
       
ST 15      
LB 16 LB 18 Südtiroler Klone  
36 Wm Weis  

ähnlich den Geisenheimer

Klonen (Ritter-Typ)

 

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Zörcher, H.; 1964: Erfahrungen mit Weißburgunderklonen. Weinberg und Keller (11), 111-126.

Fader, W.; 1974: Schwerpunkte weinbaulicher Arbeiten. - In: Festschrift zum 75-jährigen Bestehen der Landes- Lehr- und Forschungsanstalt für Wein und Gartenbau, Neustadt.

Adams, K.; 1991: Weißburgunderanbau in der Pfalz. Forschung-Schule-Praxis 39, 65-70.

Schumann, F., et al.; 1991: Klonenzüchtung an der SLFA Neustadt. Forschung-Schule-Praxis 39, 71-88.

Diverse Jahresberichte der SLFA Neustadt (heute DLR Rheinpfalz).

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