Dunkelfelder

Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Madeleine Angevine × Teinturier du Cher (Färbertraube). Die Kreuzung erfolgte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vermutlich durch Gustav Adolf Frölich (1847 - 1912) aus Edenkoben, jedoch fristete die Sorte jahrelang ein Schattendasein in den Zuchtanstalten.

Synonyme. Froelich V. 4.4, Froelich V 4, Purpur

Nach den Wirren des 2. Weltkriegs landete die Sorten in der Rebenveredlungsanstalt Rhodt. Aus Stöcken dieses Quartiers wurde in Geisenheim der Klon 1 Gm entwickelt. Mit dem Namen wollte der frühere Leiter des Fachgebiets, Prof. Dr. Helmut Becker, sowohl auf die dunkelrote Farbe, als auch auf die ungeklärte Herkunft hinweisen. Die Rebsorte gehört damit zur Familie der Färbertrauben. Seit 1980 besteht für den Dunkelfelder der Sortenschutz.

Triebspitze dichtwollig, rötlich filzig, Blatt mittelgroß, 5 lappig, Mittellappen keilförmig hervortretend, Blattrand grob gezähnt, oberseits dunkelgrün, ab August mit roten Flecken, Traube mittelgroß, breit kegelförmig, Beere blauschwarz, schwach oval, beduftet, intensive dunkelrote Saftfarbe.

keine hohen Lageansprüche, empfindlich gegen Trockenheit, gute Winterfrostfestigkeit, aufgrund frühen Austriebs spätfrostgefährdet, neigt zu Verrieseln und Oidium, schwachwüchsig, Ertragsniveau um 60 hl/ha, Farbe in Beerenhaut und Beerenfleisch.

kräftige Unterlage erforderlich, um die Wuchskraft zu erhalten; nicht für Weitraumanlagen zu empfehlen, nicht für spätfrost- und winterfrostgefährdete Lagen geeignet, liefert tiefrote, tanninreiche, neutrale Weine, bei sortenreinem Ausbau besonders für Barriqueausbau geeignet. Hervorragende Deckrotweinsorte für farbschwächere neutrale Sorten wie Portugieser, Spätburgunder, Schwarzriesling und Trollinger.

sehr farbintensiv, tief dunkelrot, körperreich, neutral, als Deckrotwein und auch selbständiger Wein geeignet. Dann hat er südländischen gerbstoffreichen Charakter.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. édition 2000 ISBN 2-0123633-18

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