Arnsburger

Riesling (Klon 88) x Riesling (Klon 64)

Synonyme: Geisenheim 22-74

Kreuzungsjahr 1939 durch Prof. Dr. Heinrich Birk an der Forschungsanstalt Geisenheim. Im Jahr 1984 wurde der Sortenschutz erteilt. Im gleichen Jahr wurde der Arnsburger in die Sortenliste eingetragen. Sie wurde nach dem Kloster Arnsburg in der Wetterau in Hessen benannt. Die Namensgebung ist eine Hommage an die Leistung des Zisterzienser-Ordens beim Weinbau in Deutschland. Neben einer bescheidenen Anbaufläche in Deutschland sind auch kleinere Anpflanzungen auf der Insel Madeira und in Italien bekannt.

gelblich-grüne, schwachwollig behaarte Triebspitze, Spitze karminrot gefärbt. Junge Blätter spinnwebig behaart. Blatt groß, deutlich 7-lappig, weite tiefe Einbuchtungen, Blattrand lang gezähnt, Oberfläche blasig, Stielbucht manchmal (selten) V-förmig offen, meist jedoch leicht überlappend geschlossen. Traube groß, breit,  kegelförmig, geschultert, langstielig, lockerbeerig, Beere mittelgroß, kurzoval, derbe Haut,  gelblich-grün, neutraler Geschmack. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelblich.

Aufgrund der starken Wüchsigkeit nährstoffreiche tiefgründige Böden erforderlich, ansonsten genügen kleinere Lagen, keine besondere Anfälligkeit gegenüber Pilzerkrankungen, mittlere Frostfestigkeit, höhere Erträge, aber geringeres Mostgewicht (5-8 Grad) und höhere Säure als Müller-Thurgau. Anpflanzungsempfehlung: mittlere Lagen, tiefgründige Böden, mittel- bis starkwachsende Unterlagen.

Wegen der Säurestruktur besonders geeignet zur Erzeugung von hervorragenden Sektgrundweinen, für Weinherstellung ist ein besonders günstiges Wärmeklima erforderlich.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13. Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz, 2003, ISBN 3-921156-53-x. 

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123633-18.

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