Bacchus

(Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau 1933 gekreuzt durch den Züchter Peter Morio, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof.

Triebspitze dicht weißwollig gehaart, junge Blätter an der Unterseite wollig, Blatt mittelgroß, schwach 3 bis 5 lappig, Blattnerven oberseits von der Stielbucht bis zur Blattmitte rot gefärbt, Blattrand gezähnt und spitzbogig, Traube mittelgroß, geschultert, mehr dichtbeerig als locker, Beere mittelgroß, oval bis rund, gelbgrün, leichter Muskatgeschmack, Sonnenflecken.

Mittlere Lageansprüche, Austrieb und Reife mittelfrüh, bevorzugt tiefgründige und nährstoffreiche Böden, hoher Wasserbedarf, etwas höhere Oidium- und Phomopsisanfälligkeit, auch Befall durch Spinnmilben erhöht. Bei starker Ertragsbelastung von Stiellähme und Beerenbotrytis befallen, neigt bei Hitze zu Sonnenbrandschäden, ausreichend winterfrostfest, der frühe Austrieb macht die Sorte maifrostempfindlich, hohe Fruchtbarkeit, mittel- bis starkwüchsig. Mostgewicht über Müller-Thurgau. Zu meiden sind flachgründige, sowie kalte, zu stauender Nässe neigende Böden.

Wenn Mostgewichte über 80° Oechsle erreicht werden: extraktreich, blumiger, aromatischer und fruchtiger Muskatton mit ansprechendem Säurespiel. Erinnert manchmal an das Bukett der Scheurebe. Bei hohem Ertrag oder auf nassen kalten Böden unreife, kurze und raue Art. Lagerfähigkeit mittel. Er sollte eher jung getrunken werden.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Please publish modules in offcanvas position.