Bouquettraube

Sorte 1: Die sehr alte weiße Rebsorte war früher in Deutschland verbreitet, wo sie häufig im gemischen Satz mit Kleinberger, Heunisch, Orléans und Riesling am Rüdesheimer Berg angebaut wurde. Die Sorte ist mit der ungarischen Sorte Mustafer / Lampor identisch, die in Rumänien Mustoasa de maderat heißt. Der Name wurde als Verballhornung von Lombard interpretiert, bezieht sich eher auf die rumänische Bezeichnung für Imperator (L´Empereur), aus der im ungarischen Lampart und dann Lamberttraube wurde.  Unter der selben Bezeichnung waren mehrere Sorten im Umlauf! (Quelle: Wein-Plus, Andreas Jung)

Sorte 2: Bukettraube (auch: Bouquet Blanc, Bouquettraube, Sylvaner Musqué, Bukettrebe) ist eine Weißweinsorte. Sie wurde von Sebastian Englerth in Randersacker im 19. Jahrhundert gezüchtet. Es handelt sich um eine Kreuzung der Sorten Silvaner und Trollinger. Die Angaben konnten in der Zwischenzeit durch DNA-Analyse bestätigt werden. Heute findet man noch kleine Anpflanzungen im Elsass (unter dem Namen Bouquettraube) sowie in Südafrika. In Randersacker, der Heimatgemeinde Englerths findet sich die Bukettrebe im Museumsweinberg Altfränkischer Wengert. Nach neuen Erkenntnissen ist sie durch Kreuzung mit dem Riesling ein Elternteil der Scheurebe. Der Züchter Georg Scheu ging irrtümlich davon aus Riesling und Silvaner gekreuzt zu haben. Durch DNA -Analyse konnte der Bezug der Scheurebe zur Bukettraube nachgewiesen werden.

 

 

Die ertragreiche Sorte ergibt leichte Weißweine mit kräftiger Säure und einem leicht aromatischen Charakter. In der Regel sind die Weine von einfacher Struktur. Manchmal wird der Begriff Bukettraube auch einfach einer Rebsorte mit ausgeprägtem Bouquet wie zum Beispiel einem Gelben Muskateller zugeteilt.

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