Cabernet Carbon (pilztolerant)

Cabernet Sauvignon X (Merzling X (Zarya Severa X St. Laurent))

1983 gekreuzt, Synonyme: Zuchtnummer FR 377-83 r

Cabernet Carbon wurde 1983 am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg durch Norbert Becker aus den Sorten Cabernet Sauvignon (als Muttersorte, ♀) und Bronner (als Vatersorte, ♂) gekreuzt. Die Rebsorte Bronner wiederum ging aus den Elternsorten Merzling (als Muttersorte, ♀) und Gm 6494 (als Vaterpopulation, ♂) hervor.

Cabernet Carbon wurde unter der Zuchtstammnummer FR 377-83 r vom Züchter geführt, im Jahr 2000 beim Bundessortenamt Sortenschutz und zur Eintragung in die Sortenliste beantragt. Der Sortenschutz wurde 2003 erteilt und die die Sorte amtlich der Art Vitis vinifera zugeordnet, was gleichzeitig bedeutet, dass ihre Weine im Geltungsbereich der Europäischen Marktorganisation als Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete in Verkehr gebracht werden dürfen. Das Verfahren zur Sorteneintragung seitens des BSA wurde im Jahr 2008 beendet.

Die Blätter sind mittelgroß, drei- bis fünflappig und kräftig grün. Die Trauben sind länglich walzenförmig. Traubengröße: groß, Beerengröße: klein, Beerendichte: gering.

Austrieb, Blüte und Reifebeginn erfolgen etwa eine Woche später als beim Blauen Spätburgunder. Die Frostfestigkeit gilt als sehr gut und übertrifft die von Riesling deutlich. Die Sorte beansprucht etwas bessere Standorte als der Blaue Spätburgunder.

Peronospora-Festigkeit: sehr gut, Oidium-Festigkeit: mittel, Verrieselungsneigung: sehr gering, Stiellähme: mittel

Ertragsniveau: 130 - 150 kg/a Mostgewicht: im Bereich von Bl. Spätburgunder Fäulnisanteil: gering

Die Rotweine sind kräftig, farbstoff-, Tannine- und gerbstoffreich. Sie entsprechen dem romanischen Weinstil (Alkohol, Gerbstoff, Würze, i.d.R. Prägung durch Barrique-Ausbau), wie er typischerweise vom Cabernet-Sauvignon geprägt ist: würzig, sehr extrakt- und phenolreich.

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