Cabernet Dorio

Blauer Limberger x Dornfelder

Synonym: Zuchtnummer We 71-817-89

1971 gekreuzt an der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg, Züchter: Dr. Schleip

Triebspitze grünlich, schwache bis mittlere Wollbehaarung; Blätter mittel bis groß, 3-(5)-lappig, gering blasige Oberfläche, konkave bis gradlinige Zahnung, etwas überlappende Stielbucht; Traube mittel bis groß, mittel bis dichtbeerig; Beere mittelgroß, oval, blauschwarz, sehr geringe Fruchtfleischfärbung, fruchtiger Geschmack.

Die Sorte zeigt einen starken, aufrechten Wuchs mit geringer bis mittlerer Geiztriebbildung. Die weinbaulichen Merkmale werden als cabernetähnlich charakterisiert. Der Austrieb ist etwas später, auch die Reife liegt spät. Die Blühfestigkeit ist hoch, die Traube relativ dichtbeerig und die Krankheitsanfälligkeit laut Züchterangaben normal. Bei Peronospora scheint nach unserer Erfahrung jedoch höhere Anfälligkeit zu bestehen.

Als Standort werden sehr gute Riesling-Lagen beansprucht. Die Sorte  erreicht höhere Zuckergehalte als Acolon und Cabernet .Dorsa und steht mit dem Ertrag zwischen diesen beiden Sorten. Die Einfärbung der Beeren erfolgt spät.

Der Cabernet Sauvignontyp ist bei Cabernet Dorio stärker ausgeprägt als bei Cabernet Dorsa. Die Weine sind bei entsprechend niedrigen (kontrollierten) Erträgen gut ausgefärbt, präsentieren feine Fruchtaromen bei guter Struktur und Nachhaltigkeit. Nach Angaben des Züchters sind sie bei entsprechender Konzentration auch gut für den Barriqueausbau geeignet.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Hill, B.; 1992: Interessante Rotwein-Neuzuchten. Weinwirtschaft Anbau H8, 16-23.
- LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.

Please publish modules in offcanvas position.