Cabernet Dorsa

Cabernet Dorsa   =  Blauer Limberger x Dornfelder

gekreuzt 1971 an der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg durch Dr. Schleip

Synonym: Zuchtnummer We 71-817-92, Ende 2003 erteilte das deutsche Bundessortenamt offiziell den Sortenschutz und die Zulassung.

Triebspitze grünlich, schwache Wollbehaarung; Blätter mittel bis groß, 3-lappig, gering blasige Oberfläche, konkave bis konvexe Zahnung, etwas überlappende Stielbucht; Traube mittel bis groß, mittel bis dichtbeerig; Beere mittelgroß, kurzoval, blauschwarz, geringe Fruchtfleischfärbung, fruchtiger Geschmack.

Cabernet Dorsa hat einen aufrechten Wuchs mit geringer bis mittlerer Geiztriebbildung und sonst einem dornfelderähnlichen Habitus.

Die Traubenreife ist mittel bis spät. Die Blütefestigkeit ist mittel. Die Holzreife ist gut. Die Krankheitsanfälligkeit ist geringer wie beim bl. Limberger. Die Erträge sind bei hohen Mostgewichten mittelhoch. Damit ist Cabernet Dorsa als qualitätsorientierte Rebsorte für Burgunder- oder Silvaner-Lagen einzustufen.

Die qualitativ hochwertigen, dichten und nachhaltigen Weine haben internationalen Charakter mit besserer Klimaanpassung an deutsche Verhältnisse. Die Cabernet- bzw. Merlotart ist spürbar aber nicht aufdringlich. Zugleich sind deutliche Kirscharomen vorhanden. Damit nehmen die Weine eine angenehme Zwischenstellung zwischen fruchtigem "deutschen" Typ und gerbstoffbetonten "internationalen Typ" ein. Die Farbe ist in der Regel sehr gut. Die Weine eignen sich auch gut für den Barriqueausbau und benötigen eine ausreichende Holzfassreifung.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

Hill, B.; 1992: Interessante Rotwein-Neuzuchten. Weinwirtschaft Anbau H8, 16-23.

LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.

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