Palas

Blauer Limberger x Rubintraube

Palas ist eine rote Kreuzung. Sie wurde 1969 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg durchgeführt. Die Rebsorte Palas wurde ab dem Jahre 1984 im Versuchsanbau erprobt, 2002 wurde der Sortenschutz beim Bundessortenamt bewilligt.

Synonym: Zuchtnummer We 69-633-14 F

Triebspitze mit starker Anthocyanfärbung und mittlerer Wollbehaarung; Blätter mittelgroß 3-(5)-lappig, gering blasige Oberfläche, konkave Zahnung, wenig offene Stielbucht; Traube mittel bis groß, locker- bis dichtbeerig; Beere mittelgroß, kurzoval, schwarzblau, sehr starke Fruchtfleischfärbung mit dunkelrotem Saft; neutraler, tanninbetonter Geschmack.

Lageanspruch hoch, Wuchs mittel bis stark, aufrechte Triebhaltung, mittlere Geiztriebbildung, mittlere bis gute Holzreife; keine besondere Krankheitsanfälligkeit, bei Vollreife botrytisgefährdet; Beerenreife spät, konstante, mittlere bis hohe Ertragsleistung; Mostgewicht um 80° Oechsle.

Deutliche Gerbstoffnote, komplex und nachhaltig (langjährig 31,4 g/l zuckerfreier Extrakt); Bukett neutral bis fruchtig; bei selbständigem Ausbau viel Fülle und Struktur, benötigt Entwicklungszeit, prädestiniert zum Ausbau im Barrique; Eignung als farbintensiver Cuvéepartner.

Hill, B.; 1992: Interessante Rotwein-Neuzuchten. Weinwirtschaft Anbau 8, 16-23.
Hill, B.; 1992: Bisherige Ergebnisse des Züchtungsprogrammes “Deckrotweinrebsorten” der LVWO Weinsberg. Deutsches Weinbau-Jahrbuch 43, 23-30, Waldkircher Verlag, Waldkirch.
LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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