Faberrebe

Chardonnay x Müller-Thurgau

1929 von Georg Scheu an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey angeblich aus Weißburgunder und Müller-Thurgau gekreuzt. Der Sortenschutz erfolgte 1967. Mit dem Namen Faber (lat. Schmied) wurde der erfolgreiche Versuchsansteller Karl Schmitt aus Landau geehrt. Inzwischen hat sich mit Hilfe von Gentests herausgestellt, dass die Sorte in Wirklichkeit eine Kreuzung aus Chardonnay und Müller-Thurgau ist.

Synonyme: Faberrebe, Zuchtnummer Az 10375

weißliche, mittelstark behaarte Triebspitze, Blatt mittelgroß, 3-(5) lappig, stark gebuchtet, Rand gezähnt, Traube mittelgroß walzenförmig, locker bis dichtbeerig, Beere mittelgroß, grün, leicht oval.

mittlere Lageansprüche, im Anbau problemlose Sorte, außer gegen Oidium wenig anfällig gegen sonstige Pilzerkrankungen, Neigung zu Stiellähme, daraus folgend viele Bodentrauben, begrenzte Winterfrostfestigkeit, blühfest, 2-4 Gescheine pro Trieb, Ertragshöhe liegt auf Müller-Thurgau-Niveau, Mostgewicht um 8°-10° Oechsle darüber. Die Reife erfolgt früh bis mittelfrüh. Eine besondere Botrytisanfälligkeit der Beeren ist nicht vorhanden. Der Anfälligkeit gegen Stiellähme muss durch geeignete Kulturmaßnahmen entgegengewirkt werden. Außerdem neigt sie zu starker Geiztriebbildung.

Frische, elegante Weine, dezentes, leichtes Bukett, traditionelle Art, Potential zu hoher Reife vorhanden. Die Faberrebe bringt ausgeprägt fruchtigen Wein mit einem charakteristischen leichten Muskataroma hervor.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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