Helfensteiner

Frühburgunder x blauer Trollinger

Helfensteiner ist auch unter dem Namen Blauer Weinsberger bekannt. Sie entstand 1931 durch Kreuzung von Frühburgunder und Blauem Trollinger an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Der Sortenschutz der Neuzüchtung wurde 1960 erteilt. Eintragung beim Bundessortenamt 1991. Züchter der Rebsorte ist August Herold.

Der Name leitet sich von der Burg Helfenstein in der Nähe von Geislingen ab. Die geringe Akzeptanz der Sorte bei den Weinbauern liegt an den schwankenden Erträgen, die durch ihre Blühempfindlichkeit bedingt sind.

Der Helfensteiner ist vor allem deshalb von Bedeutung, da er eine der Elternreben für die überaus erfolgreich Neuzüchtung Dornfelder ist.

Synonyme: Blauer Weinsberger, Zuchtnummer We S 5332

stark behaarte Triebspitze, Blatt groß, 3-(5) lappig, Blattrand gesägt, Traube groß, lockerbeerig, Beere groß, länglich, kurzoval, blauschwarz.

hohe Lageansprüche, starkwüchsig, kalkempfindlich, wenig krankheitsanfällig, winter- und spätfrostfester als Trollinger, blühempfindlich, schwankende Erträge, geringer als Portugieser, Mostgewicht höher als Portugieser. Der Helfensteiner ist wenig empfindlich gegen den Falschen und den Echten Mehltau. Er reift recht früh und kann kurz nach dem Portugieser geerntet werden.

We 500  
Helfensteiner We 500 Helfensteiner We 500

Zur Zeit werden im Rahmen der Erhaltungs- bzw. Klonenzüchtung 12 Kleinklone als "B-Klone" weitervermehrt. Vordergründig hierbei ist, die genetisch bedingte Blühempfindlichkeit und die daraus resultierenden Ertragsschwankungen zu verbessern.

Hill, B.; 1986: 60 Jahre Staatliche Rebenzüchtung und Rebenveredlung in Lauffen a.N. Rebe und Wein 39, 398-403.
LVWO.Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.
LVWO-Klonenbroschüre, Mai 2002.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, Paris 2000, ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13. Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz 2003, ISBN 3-921156-53-X

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