Heroldrebe

Portugieser x Lemberger

gekreuzt von August Herold 1929 in Weinsberg.  Sie ist eine etwas in Vergessenheit geratene Sorte, die sich hervorragend zu einem fruchtigen, vollmundigen und dennoch milden und leichten Rosé (oder Weißherbst) verarbeiten lässt. Der Sortenschutz wurde im Jahre 1960 erteilt.

Die Verbreitung ist rückläufig. er Tendenz sind in Deutschland noch etwa 200 Hektar mit dieser Rebe bestockt.

Inzwischen sind weitere Züchtungen aus der Heroldrebe hervorgegangen, wovon vor allem der Dornfelder, eine Kreuzung mit dem Helfensteiner, ein großer Erfolg ist. Die Sorte Hegel stammt von den gleichen Eltern wie der Dornfelder ab.

Synonyme: Weinsberg S 130

stark behaarte, weißlich. gelbgrüne Triebspitze, großes 3-5 lappiges Blatt, Blattrand grob gezähnt, Traube groß, einseitig geflügelt, dichtbeerig, Beeren mittel bis groß, rund, blau gefärbt, beduftet.

verlangt mittlere Lageeigenschaften, starkwachsend, wenig anfällig gegen Peronospora und Botrytis, mehr gegen Oidium, mittlere Winterfrostfestigkeit, aber mehr spätfrostgefährdet, reiche Fruchtbarkeit, auch Beiaugen sind fruchtbar, sehr hohes Ertragspotential, trotzdem ertragstreu. Problematisch erweist sich die späte Reife. Außerdem ist die Sorte empfindlich gegen Rohfäule.

leicht, rassig, neutral, gerbstoffbetont, auch für Weißherbst gut geeignet, allgemein unter Portugieserniveau.  Sie eignet sich ideal als frischer Sommerwein.

Hill, B.; 1986: 60 Jahre Staatliche Rebenzüchtung und Rebenveredlung in Lauffen a. N. Rebe und Wein 39, 398-403.
LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.
LVWO-Klonenbroschüre, Mai 2002.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

 

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