Juwel (We S 378)

Kerner x Silvaner

1951 von August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Baden-Württemberg) aus Kerner x Silvaner gekreuzt wurde. Im Oktober 1987 wurde diese Sorte unter dem Namen Juwel in die Sortenliste eingetragen und erhielt Sortenschutz.

Einen maßgeblichen Anteil an der Neuzucht hatte Herr Josef Schäffer. Im Sortennamen stehen "Ju-" für Jupp, dem Rufnamen von Herrn Schäffer, "we-" für Weinsberg und "l" für den Standort der Zuchtanstalt, Lauffen am Neckar.

Synonyme: Zuchtnummer: WeS 378

Mittlere Lageansprüche, mittelstarke Wüchsigkeit, geringe bis mittlere Geiztriebbildung, sehr gute Holzreife, mittlere bis hohe Blühfestigkeit, keine besondere Krankheitsanfälligkeit, konstante Ertragsleistung bei hohem Mostgewicht und mittlerer Mostsäure.

Weine von gelbgrüner Farbe, feinfruchtiges Bukett, eleganter oder hochwertiger Charakter (langjähriger zuckerfreier Extrakt 20,4 g/l).

Hill, B.; 1979: Leistungsfähige Neuzüchtungen in Aussicht? Der Winzerkurier (5), 20.

Hill, B.; 1986: 60 Jahre Staatliche Rebenzüchtung und Rebenveredlung in Lauffen a.N. Rebe und Wein 39, 398-403.

Hill, B.; 1989: Juwel – eine Weißweinneuzucht der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Deutsches Weinbau-Jahrbuch 40, 61-68.

LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 1993, ISBN 3-921156-53-x.

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