Kanzler

Müller-Thurgau x Silvaner

Die Kreuzung aus den Rebsorten Müller-Thurgau und Silvaner vollzog Georg Scheu 1927 an der Landesanstalt für Rebzüchtung in Alzey. Ihren Namen bekam die Sorte nach den Kanzlern Adenauer und Erhard. Die Sorte erreicht hohes Mostgewicht und bringt mittlere Erträge. Die Sorte wird vor allem an der Nahe angebaut.

Synonyme: Az 3983

Keine hohen Lageansprüche, jedoch wegen schlechter Holzreife und Winterfrostanfälligkeit keine kältegefährdeten Lagen, anfällig gegen Peronospora, Oidium und Stiellähme, wüchsig und dichtlaubig, Ertragsniveau 60-70 hl/ha, Mostgewicht 85° - 95° Oechsle, sehr lang mögliche Zuckereinlagerung Mostgewichtsverbesserung durch späten Vegetationsabschluss.  Als weinbaulich sensible Rebsorte bürgt der Wein in 9 von 10 Jahren für Mostgewichte der Prädikatsstufe Spätlese und höher.

Weine mit Stoff und Fülle, häufig Spät- und Auslesen, sortentypisches Bukett erreicht erst im zweiten Jahr volle Entfaltung, Weine sind langlebig.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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