Morio Muskat

Morio Muskat entstand laut Angaben des Züchters aus einer Kreuzung von Silvaner und Weißburgunder; diese Angabe wurde jedoch angezweifelt.

Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1928 durch Peter Morio (1887-1960) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen. Sie war laut Morio nicht mit der Rebsorte Muskateller verwandt. Es erschien jedoch unwahrscheinlich, dass aus einer Kreuzung zweier recht neutraler Sorten eine Aromasorte entsteht. Daher wird die Kreuzung nun - nach erfolgtem DNA-Test mit Silvaner x Gelber Muskateller angegeben.Sortenschutz wurde 1956 erteilt und seit 1982 ist sie als "freie" Sorte in die Sortenlisten eingetragen.

Synonyme: Geilweilerhof I- 28- 30, Morio Muscat

Die Rebsorte liefert einen Wein mit kräftigem Geschmack und ausgeprägtem Muskat-Bouquet.

mittlere Lageansprüche, tiefgründige Böden, späte Holzreife, Winterfrostfestigkeit abhängig von Ertragsniveau, Beiaugen sehr fruchtbar, sehr empfindlich gegen Oidium und Peronospora, ebenso Botrytis, anfällig gegen Wildverbiss, ertragstreu, sehr hohe Erträge möglich, Mostgewicht deutlich unter Müller-Thurgau. Wegen eines sehr frühen Austriebs ist die Sorte stark frostgefährdet. Ein Ernteausfall ist jedoch kaum spürbar, da die Nachtriebe fruchtbar sind.

sehr kräftiges Muskatbukett, bei geringem Mostgewicht auch unreif, grasig und abstoßend, Spezialität.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123633-18. 

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13. Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz, 2003, ISBN 3-921156-53-x.

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