Prinzipal (pilztolerant)

Gm 323-58 (=Seibel 7053 x Riesling Gm 237) x Ehrenfelser (=Riesling x Silvaner)

gekreuzt 1971 von Prof. Dr. Helmut Becker in der Forschungsanstalt Geisenheim, Inst. für Rebenzüchtung.  Zugelassen seit: 1999   geschützt seit: 1997

Synonyme: Zuchtnummer: Gm 7116-26

stark wollige Triebspitze mit rötlichem Anflug; Blatt 5-lappig, schwach gebuchtet, Blattoberfläche schwach blasig, unterseits einzelne Wollhaare; Traube groß, gepackt, geschultert; Beere oval, hellgrün.

Prinzipal ist pilztolerant gegenüber Peronospora und Oidium, lediglich bei stärkerem Pilzdruck 1-2 Pflanzenschutzbehandlungen erforderlich, wenig botrytisanfällig. Die Sorte ist jedoch anfällig gegen den roten Brenner, sehr gute Winterfrostfestigkeit, Beiaugen besonders fruchtbar, aufrechter Wuchs, wenig Geiztriebe, verlangt tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung, Ertrag ähnlich wie Müller Thurgau, Mostgewichte höher als Riesling, Säure 2 g/l niedriger als Riesling.

Die Weine sind duftig und fruchtig, hochwertig mit deutlichem Rieslingcharakter. In geringen Jahren können sie sich allerdings bei hohen Erträgen flach, leer und säurebetont präsentieren. Die Versuche zur Lagerfähigkeit der Weine sind bislang noch nicht eindeutig.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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