Saphira (pilztolerant)

Arnsburger x Seyve-Villard 1-72

1978 an der Forschungsanstalt Geisenheim von Prof. Helmut Becker gezüchtet. Zeichnet sich durch hohe Pilzresistenz gegen Peronospora und eine mittlere Resistenz gegen Oidium aus. Der Weintyp erinnert an den Weißen Burgunder, wobei der Säuregehalt bei Saphira durchschnittlich um bis zu 3 Promille höher liegt. Die Rebe wird unter anderem in Deutschland, Italien und der Schweiz angebaut.

Synonyme: Zuchtnummer Geisenheim 7815-1 (7815-1 Gm)

Triebspitze schwach wollig mit rosa Anflug; Blatt groß, 5-lappig, Blattunterseite schwach wollig, Stielbucht offen; Traube mittelgroß, geschultert, lockerbeerig; Beere rundlich.

pilztolerante Rebsorte insbesondere gegen Peronospora, bei starkem Oidiumdruck 1-2 Pflanzenbehandlungen erforderlich, Ansprüche an Lage und Boden überdurchschnittlich,  Die Sorte zeigt einen starken, aufrechten Wuchs mit großen, groben Blättern und mit mittlerer Geiztriebbildung. Die Blätter der Sorte stehen fast waagrecht, was zu einer offenen, luftdurchlässigen Laubwand führt. Die Trauben sind mittel bis groß, besitzen ein robustes Stielgerüst und bleiben sehr lange gesund.

Der Wein der Sorte ist als neutral bis leicht fruchtig einzuordnen und ähnelt einem betont fruchtigen, frischen Weißburgunder. Trotz der analytisch hohen Säure wirkt der Wein der Sorte aufgrund des ebenfalls erhöhten pH-Werts nicht sauer, sondern immer abgerundet. Zu diesem harmonischen Geschmackseindruck trägt auch der bei Weinen dieser Sorte regelmäßig festgestellte vergleichs-weise hohe zuckerfreie Extrakt bei. Allerdings sollte die Sorte erst ab 90 °Oe geerntet werden, um ihre Vorzüge in vollem Umfang nutzen zu können.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 1993 ISBN 3-921156-53-x

Please publish modules in offcanvas position.