Solaris (pilztolerant)

Merzling x Gm 6493

= Merzling x (Saperawi Severni x Muscat Ottonel)

Solaris ist eine 1975 neu gezüchtete pilzwiderstandsfähige weiße Rebsorte. Die Solaris wurde am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg durch Norbert Becker aus den Sorten Merzling und Gm 6493 gekreuzt. Amtlich wird er mit dem Zuchtstamm FR 240-75 gekennzeichnet. Seit 2001 genießt Solaris Sortenschutz:

Der Name "Solaris" leitet sich von der Sonne ab, die der Sorte aufgrund Ihrer Kraft zu einer frühen Reife und zu einer hohen Zuckerleistung verhilft.

Synonyme: Zuchtnummer FR 240-75

Triebspitze offen, mittlere bis starke Wollbehaarung; Blatt groß, dichtstehend, wenig gebuchtet, bis 3-lappig, derbe Oberfläche, geschlossene bis überlappende Stielbucht; Traube mittelgroß, kaum geschultert, insgesamt etwas lockerer; mittelgroße, rundliche Beeren mit zunehmender Reife grün-gelb.

Pilztolerante Rebsorte mit sehr hoher Widerstandsfähigkeit gegenüber Peronospora und Oidium, hoch gegenüber Botrytis, niedrige Lageansprüche, Austrieb und Blütezeitpunkt früh, Reifebeginn sehr früh (7-14 Tage vor Müller-Thurgau), Holzreife und Winterfrostfestigkeit sehr gut; Ertragsniveau zwischen Ruländer und Müller Thurgau, Mostgewicht sehr hoch (1. September-Dekade meist schon über 100° Oechsle).

Gehaltvolle Weine mit ausgeprägter Fruchtigkeit (besonders bei Maischekontakt von 2-12 Stunden und kühler Gärung).Die kühle Gärung deint vor allem der Sicherung des exotischen Frucht-Buketts.

Trockene Weine erinnern an Chardonnay. Restsüße Weine an Sauvignon blanc.

Potential für “Neuen Süßen” aber auch Süßreserve, Traubensaft-Konzentrat bis hin zum Cuvée-Partner fürRiesling oder die Burgundersorten.

Becker, N.; 1996: Pilzwiderstandsfähige Rebenneuzuchten des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg. Der Badische Winzer 21, H7, 25-28; H8, 27-30; H9, 18-20

Becker, N.; 2000: Grünes Licht für pilzwiderstandsfähige Rebenneuzuchten. Landinfo 2, 36-39

Jörger, V.; 2003: Pilzwiderstandsfähige Weißweinsorten des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg. -In: Hillebrand, W., Lott, H., Pfaff, F. (Hrsg), Taschenbuch der Rebsorten. Fachverlag Dr. Fraund, Mainz, 227-228

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten. Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003, ISBN 3-921156-53-X

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