Staufer (pilztolerant)

Bacchus x Villard blanc

Züchter: Prof. Dr. h.c. G. Alleweldt am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Sortenschutz und Eintragung in die Sortenliste 1994.

Als Sortenname war ursprünglich "Silva" vorgesehen, da dies jedoch mit Silvaner verwechselbar ist , wurde der Name Staufer vergeben.

Synonyme: Gf. Ga-54-14

Die Resistenz gegenüber Peronospora ist sehr hoch. Auch gegen Oidium ist die Resistenz im allgemeinen ausreichend, so dass eine Bekämpfung in der Regel entfallen kann. In ausgesprochenen Oidiumjahren bzw. - lagen kann am Traubengerüst bisweilen Oidiumbefall festgestellt werden. Die Resistenz gegenüber Botrytis ist gut; im fortgeschrittenen Reifestadium kann es zu Edelfäule kommen. Das Reblausverhalten ist mit dem in Vinifera-Sorten vergleichbar; dies bedeutet dass keine Blattgallen gebildet werden; die Reben müssen jedoch gepfropft werden.

Der Zeitpunkt des Austriebes ist mittelfrüh, vergleichbar mit dem des Silvaners. Bei mittlerer Wüchsigkeit und geringer bis mittlerer Geiztriebbildung ist die Triebhaltung aufrecht. Der Zeitpunkt der Blüte ist mittelspät, d.h. etwa mit Silvaner. Die Blühfestigkeit ist gut, Die Beerenreife ist mittelspät, nach dem Rivaner, in der Regel jedoch vor dem Silvaner.

Bei fortschreitender Reife lösen sich die Beeren leicht vom Stielgerüst, was bei der Wahl des Lesetermins entsprechend zu berücksichtigen ist. Die Holzreife ist mittel, die Winterfrostfestigkeit etwas besser als die des Silvaners, jedoch geringer als die des Rieslings.

Der Ertrag liegt etwa bei 150 kg/ar mit einem mittlerern Mostgewicht um 70° Oechsle und 8 - 10 g/l Säure.

Die Sorte weist bis zu 4 Trauben/Trieb auf und ist außerordentlich fruchtbar! Daher wird ein kürzerer Anschnitt von 6 - 8 Augen/m2 empfohlen. Mit Ausnahme von tiefgründigen Böden ist wegen der nicht allzu starken Wüchsigkeit die Unterlage 5 BB vorzuziehen. Die Lagenansprüche sind mittel bis hoch. Es sollten daher gute Silvanerlagen gewählt werden.

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