Aktivkalk

Fachbegriff Aktivkalk
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Beim Kalkgehalt des Bodens muss man zwischen Gesamtkalkgehalt und Aktivkalkgehalt unterscheiden.

Der Gesamtkalk (entspricht dem Karbonatgehalt und wird als CaCO3 berechnet). Man versteht darunter den im Boden vorhandenen Kalk (CaCO3), welcher als Gesamtkalk in Prozent angegeben wird.

Der Aktivkalk ist der für die Rebe wirksame (aufnehmbare) Kalkanteil des Bodens in Prozent, d.h. der Anteil an Kalkteilchen unter 0,002 mm. Er wird bei der Bodenuntersuchung in drei Stufen angegeben (kA 2 = gering, kA 3 = mittel, kA 4 = hoch - wird aus dem CAL-Auszug durch pH-Messung bestimmt).

Die Aktivkalkverträglichkeit der Unterlage bietet ein genaueres Bild ihrer Kalkwiderstandsfähigkeit. Exakte Angaben sind schwierig, da eine Reihe von Wechselwirkungen zwischen Porenanteil, Tonanteil, Gesamtkalk, Aktivkalk, Wassergehalt, Bodenwärme und der Bodenluftzusammensetzung bestehen. Niedriger Gesamtkalkgehalt mit hohem Aktivkalkanteil führt eher zu Chlorose als hoher Gesamtkalkgehalt mit geringem Aktivkalkanteil. Ab 20 % Aktivkalk tritt meistens eine schädliche Beeinflussung des Wuchses durch Chlorose auf. Allerdings ist dies sehr abhängig von der Zusammensetzung und Struktur des Bodens. Es können hohe Gesamtkalkgehalte (50-60 %) mit geringem Aktivkalkanteil (12-15 %) auftreten.


Zusammenfassung der Unterlagen nach ihrer Kalkverträglichkeit

























Kalk-AktivitätObere Grenzwerte Gesamtkalk in %Obere Grenzwerte - Aktivkalk in %Unterlagen
gering15 %10 %Riparia, 143 A
mittel30 %15 %5C, Börner, 101- 14 MG, 3309 C, Rici, Cina
hoch40 %20 %5BB, SO4, Binova, 8B, 125AA,  420 A, 161-49 C, 110 R, 1103 P
sehr hoch60 - 70 %über 20 %über 20 %

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