Dakapo

VIVC14728 DAKAPO Cluster in the field 20158

VIVC14728 DAKAPO Cluster in the field 16959

Fotos: Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen - GERMANY

  • Dakapo ANT 0931
  • Dakapo ANT 0937
  • Dakapo ANT 0946
  • Dakapo Beeren 2
  • Dakapo ANT 0481
  • Dakapo Beeren 5
  • Dakapo ANT 0936
  • Dakapo 3
  • Dakapo Beere
  • Dakapo Beeren 7
  • Dakapo ANT 0484
  • Dakapo ANT 0482
  • Dakapo ANT 0938
  • Dakapo ANT 0489
  • Dakapo ANT 0933
  • Dakapo Beeren 4
  • Dakapo ANT 1129
  • Dakapo Blatt Gegenlicht 2
  • Dakapo Klingen 7
  • Dakapo ANT 0490
  • Dakapo Zwillingstraube
  • Dakapo ANT 0940
  • Dakapo Ertrag
  • Dakapo ANT 0471
  • Dakapo Blatt Gegenlicht 1
  • Dakapo ANT 0944
  • Dakapo ANT 0476
  • Dakapo Beere hoch
  • Dakapo ANT 0943
  • Dakapo Gegenlicht 2
  • Dakapo ANT 0945
  • Dakapo ANT 0942
  • Dakapo ANT 0947
  • Dakapo ANT 0930
  • Dakapo ANT 0935
  • Dakapo ANT 1127
  • Dakapo ANT 0486
  • Dakapo neben Spaetburgunder
  • Dakapo Gegenlicht 1
  • Dakapo Ertrag 2
  • Dakapo Gegenlicht 3
  • Dakapo ANT 0483
  • Dakapo ANT 1131
  • Dakapo ANT 0487
  • Dakapo ANT 0939
  • Dakapo ANT 0941
  • Dakapo ANT 0478
  • Dakapo Beeren 3
  • Dakapo ANT 0480
  • Dakapo Gegenlicht 4
  • Dakapo Blatt
  • Dakapo ANT 0485
  • Dakapo ANT 0932
  • Dakapo ANT 0491
  • Dakapo ANT 1128
  • Dakapo Beeren
  • Dakapo ANT 0488
  • Dakapo Klingen 1
  • Dakapo ANT 0477

Deckrot x Blauer Portugieser

1972 an der Forschungsanstalt Geisenheim von Helmut Becker gekreuzt. Der Name dieser Neuzüchtung leitet sich ihrem Zweck entsprechend aus dem Italienischen ab: Dacapo = Zugabe

Synonyme: Zuchtnummer Geisenheim 7225 (GM 7225-8)

Äußerlich ist die Traube kaum von der Portugieserrebe zu unterscheiden. Sie ist aber widerstandsfähiger gegen Frost und anspruchsloser in der Anbautechnik. Die Experimente mit dieser Rebsorte gehören in den gleichen Zusammenhang wie die Entwicklung anderer Züchtungen namens Ehrenbreitsteiner, Prinzipal, Rondo und Saphira. Die Grundidee Beckers war - vor dem Hintergrund seiner Dissertation über die Reblaus und vorausgegangener 10-jähriger Forschungsarbeit zu ihrer Bekämpfung - die Entwicklung einer schädlings- und pilzresistenten Rebe.

Triebspitze schwach wollig; Blatt mittelgroß, 3-(5)-lappig; Traube mittelgroß, geschultert; Beere mittelgroß, rund, mit rotem Beerenfleisch.

Die Wuchsform der Sorte ähnelt der des Portugiesers. Dakapo liebt mittlere bis gute Lagen. Sie ist blühfest und ihre Winterfrostfestigkeit deutlich besser als die des Portugiesers. Der Wuchs ist mittelstark und aufrecht mit geringer Geiztriebbildung. Die Holzreife ist mit der des Blauen Spätburgunders vergleichbar. Die Traubenreife entspricht der des Blauen Spätburgunders. Bezüglich der Anbautechnik stellt die Sorte keine besonderen Ansprüche und ist sowohl für Normal- als auch für Weitraumanlagen geeignet. Der Anschnitt sollte deutlich unter 10 Augen/m² liegen. Der Ertrag ist mittel bis hoch. Dakapo hat eine spezielle Eignung als Deckrotweinsorte.

Aus der Dakapo-Traube mit tiefrotem Fruchtfleisch wird vorrangig so genannter Deckwein (Teinturier) gewonnen, der, bis zu einem Anteil von 5 % Rotweinen aus Traubensorten mit hellem Fruchtfleisch (vornehmlich Portugieser) zugesetzt, diesen ansonsten zu blassen Weinen Farbe verleihen soll. In diesem geringen Umfang verändert dieser farblich aufwertende Zusatz nicht den Geschmack des Weines. Als Basis für einen selbstständigen Weintyp ist die Dakapo-Rebe seltener gedacht; der Wein ist sehr kräftig, tiefdunkel, gehaltvoll und tanninhaltig, aber mit weicher Säure und eher neutraler Art.

Gehaltvoller, kräftiger, tiefdunkler Rotwein mit weicher Säure und eher neutraler Art. Die Farbe enthält keine blauen Komponenten, weshalb Dakapo zum Verschnitt mit allen gängigen Rotweinsorten geeignet ist, ohne dessen Eigenart zu beeinträchtigen. Sortenrein ausgebauter Wein ist von sehr viel Körper, Farbe und reifen Tanninen geprägt.

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003 ISBN 3-921156-53-x

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