Kerner

VIVC6123 KERNER Cluster in the field 17091

VIVC6123 KERNER Cluster in the field 17092

Fotos: Doris Schneider, Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY

  • Kerner ANT 0408
  • Kerner Beerenoberflaeche
  • Kerner ANT 0977
  • Kerner ANT 0957
  • Kerner ANT 0962
  • Kerner ANT 0960
  • Kerner ANT 0971
  • Kerner ANT 0968
  • Kerner ANT 0409
  • Kerner ANT 0961
  • Kerner ANT 0969
  • Kerner ANT 0415
  • Kerner ANT 0975
  • Kerner ANT 0973
  • Kerner ANT 0967
  • Kerner Behang
  • Kerner ANT 0984
  • Kerner schrumpft ein 3
  • Kerner Beere
  • Kerner ANT 0413
  • Kerner ANT 0959
  • Kerner ANT 0979
  • Kerner ANT 0972
  • Kerner ANT 0982
  • Kerner ANT 0414
  • Kerner Beeren 2
  • Kerner ANT 0978
  • Kerner ANT 0985
  • Kerner ANT 0976
  • Kerner ANT 0407
  • Kerner ANT 0980
  • Kerner ANT 0981
  • Kerner schrumpft ein
  • Kerner ANT 0983
  • Kerner ANT 0955
  • Kerner ANT 0956
  • Kerner Beeren
  • Kerner ANT 0410
  • Kerner ANT 0958
  • Kerner ANT 0411
  • Kerner Traube 2
  • Kerner ANT 0970
  • Kerner ANT 0974

Trollinger x Riesling

Bei der Züchtung an der Außenstelle Lauffen am Neckar der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, die ihren Sitz in Weinsberg hat, wurden 1929 roter Trollinger und weißer Riesling durch den Rebzüchter August Herold gekreuzt. Die Neuzüchtung erhielt 1969 Sortenschutz. Zu Beginn sprach man vom weißen Herold, später wurde die Rebsorte mit Bezug auf den schwäbischen Dichter Justinus Kerner, der in Weinsberg gelebt hatte, in Kerner umbenannt. Kerner hat in allen deutschen Weinbaugebieten Bedeutung erlangt

1974 wurde eine Mutation des Kerners gefunden, die neue Rebsorte Kernling.

Synonyme: Zuchtnummer: We S 2530

VIVC6123 KERNER Shoot tip 11503
Foto: Doris Schneider, Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY
 

VIVC6123 KERNER Shoot tip 11504
Foto: Doris Schneider, Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY
 

VIVC6123 KERNER Mature leaf 4408
Foto: Doris Schneider, Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY
 

Starkwüchsig. Abgesehen von einer stärkeren Oidiumneigung ist der Kerner eine robuste und ertragsstarke Sorte. Er hat höhere Reifegrade als Vergleichssorten mit gleicher Ertragshöhe. Mittlere Lagen, aber gute Böden werden bevorzugt. Der Kerner treibt relativ spät aus. Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Der Blütezeitpunkt liegt ein bis zwei Tage nach dem Müller-Thurgau. Er benötigt und nutzt eine längere Reifephase. Bei zu hohen Erträgen ist er trockenheitsgefährdet. Vorteile sind die Ertragstreue und gute Holzreife. Er ist winterfrost- und Chlorosefest. Der Nachteil ist sein zu buschiger Wuchs, der die Krankheitsanfälligkeit (Oidium) fördert und intensive Handarbeit erfordert. Gute Laubarbeit und Belüftung ist erforderlich.

Selbst in mittleren Lagen liefert er Weine von Rieslingqualität. Die zart duftenden Weine sind besonders auch für blumige und duftige  Sekte und Perlweine geeignet.  Die leichteren Weine erinnern mit höheren Säuregehalten an den Riesling. Als Spätlese wird der Kerner kräftig, rund und nussartig mit angenehmer Säure. Einfache Kerner-Weine sollten jung und frisch getrunken werden.

Hill, B., et al.; 1982: Weinbaulich interessante Neuzuchten im Anbaugebiet Württemberg. Der Deutsche Weinbau, 1174-1176.

Hill, B.; 1986: 60 Jahre Staatliche Rebenzüchtung und Rebenveredlung in Lauffen a.N. Rebe und Wein 39, 398-403.

LVWO-Klonenbroschüre, Mai 2002.

LVWO-Homepage: Veröffentlichungen, Rebsorten/Züchtung.

Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000, ISBN 2-0123633-18

Walter Hillebrand, Heinz Lott und Franz Pfaff, Taschenbuch der Rebsorten, Fachverlag Fraund, Mainz 13. Auflage 2003, ISBN 3-921156-53-x

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