Kreuzung

Die Scheurebe ist eine Kreuzung von Riesling × Bukettraube

Die ursprünglichen Angaben von Georg Scheu, es handele sich um eine Kreuzung von Riesling und Silvaner, konnten in der Zwischenzeit durch DNA-Analyse widerlegt werden. 

Es handelte sich dabei um seinem 88. Sämling einer Kreuzungsserie im Jahre 1916. Ehe der Verdienst des Züchters Georg Scheu an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzeyin der Sortenbezeichnung verewigt wurde, nannte man bis Ende 1945 die Neuzüchtung  "Dr.-Wagner-Rebe", danach "S 88" oder "Sämling". Heute ist das DLR Rheinpfalz (früher die Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey als ehemalige Wirkungsstätte von Georg Scheu) - nach Ablauf des Sortenschutzes bei der jetzt „freien“ Sorte Scheurebe als Erhaltungszüchter beim Bundessortenamt eingetragen. Der Sortenschutz wurde im Jahre 1956 erteilt. Neben dem Müller-Thurgau ist sie eine der ältesten und erfolgreichsten deutschen Neuzüchtungen.

In Österreich, wo sie unter dem Namen "Sämling 88" angebaut wird, ist die Sorte flächenmäßig praktisch bedeutungslos, allerdings werden daraus einige der herausragenden edelsüßen Weine rund um den Neusiedler See und in der Südsteiermark gewonnen. Vor allem die Sämling-88-Trockenbeerenauslesen wurden weltweit immer wieder bei Weinwettbewerben ausgezeichnet. An der Hessischen Bergstrasse hielt lange Jahre eine 1983 Scheurebe Trockenbeerenauslese aus unserem Weinbaubetrieb mit 241 Grad Oechsle den Mostgewichtsrekord unseres Anbaugebietes.

Die Hauptanbaufläche dieser sehr erfolgreichen Neuzüchtung liegt in Rheinhessen mit über 1000 ha. Seit einigen Jahren wird die Sorte auch im Süden Englands auf sehr kleinen Flächen mit Erfolg angebaut.

Synonyme: Sämling 88, Dr. Wagnerrebe

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