Calardis musque (pilztolerant)

Calardis Musque Bild JKI
Calardis Musque 1 von 1 JKI 2
Calardis Musque
 
Bilder: Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY
 
 

Züchter dieser weißen pilztoleranten Rebsorte war 1964 Gerhardt Alleweldt am JKI-Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Kreuzungspartner waren Bacchus und Seyval blanc 5-276. Die ursprüngliche Zuchtnummer war Gf.Ga-47-42. Zum Sortenschutz wurde sie erst im Jahr 2018 angemeldet. Der Name Calardis ist abgeleitet von Calardiswilre oder Gailhardiswilre, der historischen Bezeichnung für den Geilweilerhof.

VIVC4549 CALARDIS MUSQUE Mature leaf 16345
Bilder: Ursula Brühl, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANY
 
 
 
 

Der Wuchs ist mittelstark und aufrecht. Die Trauben mit kleineren Beeren sind vergleichbar mit Riesling. Calardis Musque hat eine erhöhte Verrieslungsneigung. Der Reifetermin liegt ein paar Tage vor dem Riesling. Dadurch, dass Calardis Musqué recht viele Geiztriebe bildet und zum Verrieseln neigt, ist es nicht ganz einfach, diese Sorte anzubauen. Der gesteigerte Aufwand im Weinberg wird allerdings durch die hohe Qualität der Weine ausgeglichen. Botrytisbefall, der bei dieser Sorte eher selten auftritt, entwickelt sich meist zur Edelfäule. Durch diese Eigenschaften gepaart mit dem geringen Ertrag und dem ausgeprägten Aroma ist Calardis Musqué nach Aussage des Züchters für Süßweinspezialitäten zu empfehlen.

Der Wein von Calardis Musque ist vollmundig mit lebendiger, reifer Säure und einem markanten, zuweilen an Traminer erinnernden Muskatton mit komplexen Fruchtaromen.

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