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25. Mai 20183:23 PM

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Ihr Team der Rebenveredlung Antes

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2017
20. Juni 201712:18 PM

Nachruf

Quelle: Starkenburger Echo, 20.6.2017



Von Fritz Kuhn

NACHRUF Der frühere Vorsitzende des Weinbauverbands Bergstraße und Vorstand der Genossenschaft stirbt mit 87 Jahren

HEPPENHEIM - „Müssen muss ich nicht, aber ich will“, sagte Vincenz Antes, als ihm zum 80. Geburtstag die Frage gestellt wurde, warum er noch täglich in den Wingerten anzutreffen sei. „Die Arbeit ist mein Lebenselixier und erhält mir meine Gesundheit“, fügte er hinzu. Antes‘ Hoffnung, sich noch viele weitere Jahre dem Weinbau widmen zu können, wurde durchkreuzt, als er an Diabetes erkrankte und sich Anzeichen einer Demenz bemerkbar machten. Bis dahin liebevoll zu Hause umsorgt, war vor einem Jahr sein Umzug ins „Haus Johannes“ nicht mehr zu umgehen. In dem Seniorenheim schloss Vincenz Antes am Sonntag kurz vor Vollendung seines 88. Geburtstags, den er am 24. Juli hätte begehen können, für immer die Augen.

Der Verstorbene hinterlässt Ehefrau Ria, geborene Weil, zwei Söhne sowie sechs Enkelkinder. Dass sein berufliches und ehrenamtliches Erbe von den Nachkommen weitergeführt wird, erfüllte Antes mit Stolz. Einerseits eine Persönlichkeit, deren Rat bis ins hohe Alter gefragt war, machte er vor über 20 Jahren Platz für die jüngere Generation und übergab ein gut bestelltes Feld. Im Beinamen „Bergsträßer Weinpapst“, über den er sich köstlich amüsierte, klang immer Wertschätzung mit.

Stationen seines Aufstiegs: Volksschule, Gymnasium, Winzerlehre beim Großvater, 1948 Praktikum am Kaiserstuhl, Studium in Geisenheim, 1951 erste Arbeitsstelle im Rebmuttergarten; danach Wechsel zum Weltunternehmen Boehringer Ingelheim, das ihn für Versuchsreihen in allen deutschen Anbaugebieten einsetzte. 1953 kehrte Antes zurück in seine Heimatstadt, gründete einen Weinbau- und Rebenveredelungsbetrieb, trat als Referent in Erscheinung. Das Klein-Klein im Anbaugebiet müsse beendet und stattdessen das Gemeinsame stärker betont werden, so sein Credo, das er über Jahrzehnte in der Doppelfunktion als Vorsitzender der Winzer eG und des Weinbauverbandes predigte.

Dass der „junge Studierte“ anfangs Widerspruch hervorrief, lag auf der Hand, brachte ihn aber nicht vom Kurs ab. Er organisierte Lehrfahrten, machte sich stark für eine Sortenumstellung hin zum sträflich vernachlässigten Riesling. Antes führte reblausresistente Pfropfreben ein und stellte sich an die Spitze jener aus Winzern gebildeten Selbsthilfegruppe, die mit ihrer eigenen Hände Arbeit bestehende Weinbergwege befestigte und neue baute.

Der Winzer eG trat Vincenz Antes 1954 bei. Zwei Jahre später wurde er in den Aufsichtsrat und 1959 in den Vorstand gewählt, den er von 1961 bis 1995 führte. Antes brachte in dieser Zeit den Neubau an der Darmstädter Straße und mehrere Erweiterungen in Gang, modernisierte die Technik und schuf mit der ersten Bergsträßer Vinothek den Vorläufer des jetzigen Viniversum, das in der Ägide seines Sohnes und Nachfolgers Reinhard Antes entstand.

Genauso große Verdienste erworben hat sich der Verstorbene auch um den Weinbauverband, dem er über 40 Jahre lang vorstand, sowie als Reformer des Weinmarktes, der in wenigen Tagen zum 65. Mal gefeiert wird. Aus den Auszeichnungen, die Vincenz Antes als Wegbereiter neuer Entwicklungen entgegennahm, ragen das Bundesverdienstkreuz, der städtische Ehrenring, die goldene Ehrenplakette des Landes Hessen sowie der Ehrenvorsitz bei der Winzer eG und beim Weinbauverband hervor.

Vincenz Antes wird am Donnerstag, 22. Juni, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Heppenheim zu Grabe getragen.
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29. Januar 20167:44 PM

Arildsvingard

Arildsvingard, Schweden, Anette und Jonas Ivarsson

Arilds vingård

Für ein Glas Wein nach Schweden fahren - was früher undenkbar gewesen wäre, ist heute Realität. Das Weinbaugebiet in Skåne zieht immer mehr Weinkenner an. Es gibt eine Weinstraße und etliche Winzer, die zu einer Kostprobe einladen. So wie Annette und Jonas Ivarsson bei Arild. Es war Liebe auf den ersten Blick, als sie auf einem Ausflug den Hof in dem alten Fischerdorf entdeckten. Den Anfang zum Weingut machte eine alte Weinrebe im Hof, mittlerweile gedeihen die Reben am Kullaberg in Hülle und Fülle. Gelagert wird der selbstproduzierte Wein in den tiefen Kellergewölben, gereicht wird er im Restaurant zu feinen Gerichten. Besonders gut gedeiht die sogenannte Solaris Rebsorte. Annette, gelernte Sommelière und Winzerin, veranstaltet zusätzlich Weinlehrgänge und –verkostungen. Ein besonderes Ereignis ist jedes Jahr die Weinlese. Dann kommen alle gesellig beim Erntefest zusammen.

 

 

 

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2013
11. August 20133:35 PM
2012
12. Juli 20125:21 PM

Winnica Srebrna Góra, Krakow

Pflanzung 2010 in Kooperation mit unserem Vertriebspartner VITICULTURA   more info:

Winnica Srebrna Góra (Weingut Silberberg), N: 50° 02'  E: 19° 56'  Miroslaw Jaxa, Mikolaj Tyc, Krakow, Polen, 16 ha, eine ähnlich große weitere Pflanzung erfolgte dort in 2015

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Fotos: (C) Mirek Jaxa


 

 

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12. Juli 20125:18 PM

Projekt Wolkenberg (Vattenfall AG), Spremberg bei Cottbus

Pflanzung April 2010

Projekt Wolkenberg der Vattenfall Europe Mining AG, Cottbus

N: 51° 34'

Rekultivierung eines Braunkohlentagebaus mit Erstellung eines "künstlich" angelegten 6 ha großen Rebenhanges

Der Auftrag bestand aus 1) Rebenlieferung 2) Rebenpflanzung 3) Erstellung des kompletten Drahtrahmens "schlüsselfertig".

[widgetkit id="206" name="Vattenfall - Bildershow"]

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12. Juli 20125:16 PM

Terra Regis (R) Wein vom Königsboden, Rumänien

Pflanzungen ab 2011 ff

Terra Regis (R) Wein vom Königsboden, Siebenbürgen, Rumänien

 [widgetkit id="211" name="Terra Regis"]

(C) Alle Fotos: Terra Regis

Bogeschdorf, ein Weindorf in Siebenbürgen
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die jahrhundertealte Tradition des Weinanbaus in Siebenbürgen wieder aufleben zu lassen, denn in Siebenbürgen - sowie ganz besonders auch in Bogeschdorf - wurde bereits seit dem Mittelalter Weinanbau betrieben. Ein Großteil der Dorfbevölkerung konnte in den Blütejahren der vergangenen Jahrhunderte von den Erträgen, der bis zu 200 ha umfassenden Weinberge, leben.
Im Schatten zweier Weltkriege haben die Siebenbürger Sachsen schließlich ihren Königsboden durch Enteignung verloren. Diese Entwicklung führte zu einer kontinuierlichen Ausreisebewegung, deren Höhepunkt nach dem Fall des Eisernen Vorhanges erreicht wurde. Derzeit leben nur noch wenige deutschstämmige in Siebenbürgen.

Viele landwirtschaftliche Flächen werden nicht mehr bewirtschaftet und liegen brach. Der EU Beitritt Rumäniens eröffnete ab 2006 ganz neue Perspektiven, denn wir wurden so in die Lage versetzt Königsboden zu erwerben und daran zu arbeiten, die alte Weinbautradition wieder aufleben zu lassen.

Vielleicht gelingt uns heute erneut das, was den Siebenbürger Sachsen in vorangegangenen Jahrhunderten bereits vortrefflich gelang, nämlich einen herausragenden und anerkannten Wein auf Königsboden zu erzeugen.

Das Weinbauprojekt starteten wir 2010 und beabsichtigen ab 2014 / 2015 die ersten Weine anbieten zu können. Auf dem globalen Weinmarkt werden wir bereits durch die Namensgebung versuchen, ein unverwechselbares Image aufzubauen - daher wird unser Wein unter der Marke TERRA REGIS  ® - Wein vom Königsboden seit 1318 angeboten.          

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12. Juli 20125:15 PM

Naturerlebnisweinberg Heppenheimer Steinkopf

Diese eigene Pflanzung fand im Frühjahr 2012 statt. Es ist der "Naturerlebnisweinberg Heppenheimer Steinkopf" am Erlebnispfad Wein und Stein.

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Bergsträsser Steillagenweinberge sind Dokumente alter Verbindungen von Landschaft, Kultur und Natur.

Mit ihrer Strukturvielfalt, heutzutage eher extensiver Bewirtschaftungsweise mit Begrünung, Böschungen, Trockenmauern, und insbesondere mit dem milden Klima stellen sie auch an der Bergstrasse einen ganz speziellen Lebensraum für eine spezifische mediterrane Flora und Fauna dar.

Flächenaufgabe, nachfolgende Verbuschung und beginnende Verwaldung mit verhängnisvoller Beschattung der ursprünglich heißen Standorte ist leider seit Jahren der Trend. So hat in den vergangenen Jahrzehnten die einstige Vielfalt an diesen speziellen wärmeliebenden Tieren und Pflanzen und damit ein unersetzliches Naturerbe der Weinberge in den Steillagen abgenommen. In den letzten 20 Jahren ist das Anbaugebiet Hessische Bergstrasse um 20 weitere Hektar – restlos in Steillagen - geschrumpft. Von einem potentiellen amtlich abgegrenzten und theoretisch zu bepflanzenden Rebgebiet von 850 ha sind heute nur 450 mit Reben bestockt.

Nachfolgend zeigen wir Luftbilder des Steinkopfes aus einem Zeitraum von rund 25 Jahren, die die drastische Entwicklung auch hier an diesem Westhang dokumentieren. Im ältesten Bild von 1980/81 sieht man, wie damals die Hangbebauung in das ehemalige Rebgebiet vordrang und den Winzern die flacheren Weinberge entzog:

Nach und nach wurden sämtliche Weinberge in dem Bereich stillgelegt und der Hang verbuschte, wie die Bilder verdeutlichen: Hier von 1983/1984

1983-1984

von 2002:

2002 Steinkopf Westhang beginnt zu verbuschen

2009: fast alles ist verbuscht..

2009

2011 Plan Steinkopf Uebersicht

Ziel der Pilotmaßnahme „Naturerlebnisweinberg Steinkopf“ war es daher, einerseits wieder eine halbwegs wirtschaftliche Bewirtschaftung zu ermöglichen und andererseits die touristische Attraktivität des verwildernden Hanges zu erhöhen. Die Akzeptanz des regionalen Kultur- und Naturprodukts Wein soll ebenso gefördert werden, wie die Identifikation der Bevölkerung mit der Landschaft. Der sanfte und nachhaltige Qualitäts-Tourismus durch Weinwanderer ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und schafft Arbeitsplätze. Entlang des Erlebnispfads Wein und Stein, der eine sehr hohe öffentliche Resonanz- und Besucherfrequenz hat, war eine ideale Möglichkeit gegeben, auf die Themen Weinbau, Landschaftserhalt, Kultur und Natur mit speziellen Objekten, Schildern etc.  hinzuweisen. Die Naturbewahrung des Lebensraums Weinberg an dieser Stelle dient somit zugleich dem regionalen Marketing der hochwertigen Produkte aus den Bergsträsser Weinbergen ebenso wie dem Tourismus sowie der gesamten Umwelt- und Lebensqualität unserer Region.

Früher die Römer...

.. und, heute der Klimawandel brachten mit den Weinreben auch mediterrane Pflanzen über die Alpen. Diese sind auch heute noch in alten Weinbergslagen zu finden oder kommen auch nach einer weinbaulichen „Wiederinbetriebnahme“ der Flächen durch Entbuschung wieder zurück, wie das bereits am Heppenheimer Schlossberg anschaulich erkennbar ist. Z.B. Gottesanbeterin, Schwalbenschanz, Eidechsen, Wespenspinne.

Weinbau und Naturschutz

Im „Naturerlebnisweinberg Steinkopf“ sollten die Belange des Weinbaus mit dem Naturschutz auf freiwilliger Basis verknüpft werden. Unter anderem wurden folgende Einzelmaßnahmen in der Fläche durchgeführt:

1) Mit der Anlage von erosionsmindernden Weinbergs-Terrassen war es möglich, zugleich neben den Reben auch bestimmte ökologische Nischen zu schaffen, welche Wärme liebenden Tieren und Pflanzen im Weinberg ein Zuhause bieten. Die Terrassen waren wegen des Lößbodens im gesamten Bereich der Fläche gut und stabil zu verwirklichen. Diese Bodenart eignet sich bekanntlich ganz besonders für diese Bewirtschaftungsform. Lediglich am äußersten südlichen Ende findet sich etwas Sandsteinverwitterungsboden und im unteren Bereich ein sandiger Teil mit geringerer Bodenfestigkeit.

2) Als Böschungs- und Zeilenbegrünung kam eine große Zahl blühender Pflanzenarten zum Einsatz (Kombination von Magerrasen und Blühern). Die Böschungseinsaat erfolgte sofort nach Erstellung der Terrassen, um eine möglichst schnelle Bedeckung zu erreichen.

3)  Insbesondere an den 200 m und 300 m langen großen unteren und oberen Böschungen gab es vielerlei Ansatzpunkte, ohne großen Nachteil für die Bewirtschaftung der Rebzeilen einer vielgestaltigen Pflanzen- und Tierwelt Platz einzuräumen, den Hang wieder lebendiger zu gestalten und damit auch das Landschaftsbild wieder aufzuwerten. Zahlreiche Mandelbäume und diverse Obstbäume wurden in den Böschungen gepflanzt, um mit unzähligen Blüten im Frühling auch den Charakter des "Frühlingsgartens Deutschland" zu unterstreichen.

4) 2 alte Weinbergshäuschen wurden erhalten. Sie dienen u.a. Fledermäusen als Unterschlupf.

5) Mehrere senkrechte Lößanstiche dienen nützlichen Schlupfwespen und anderen Lebewesen als Unterschlupf.

6) Sämtliche Trockenmauern in dem Gelände wurden erhalten und zwei weitere zusätzlich erstellt.

7) Ein weinbauliches und sicher überregional vielbeachtetes Highlight war die Erhaltungspflanzung von über 100 verschiedenen Einzelstöcken alter historischer Rebsorten, die als Generhaltungsprojekt im Rahmen der Agenda 21 gedacht sind. Darunter sind zahlreiche Rebsorten, die bisher in Deutschland als ausgestorben galten.

8) Ein spezielles Problem war die Wasserführung in diesem Hang. Die darüber liegenden Weinberge sind alle von uns begrünt worden, so dass weniger Abflußwasser aus diesen Flächen zu erwarten ist. Durch die Wegeflächen weit oberhalb des Areals sammelt sich jedoch Wasser, das bisher zu zwei Wasserzeilen direkt in das betreffende Gelände nach unten hinein führte. Sie kreuzten das Areal an zwei Stellen einmal in der Mitte, einmal nahe dem südlichen Ende und führten direkt auf die Wohnbebauung zu. Die mittlere mußte entfernt werden, um die späteren Weinbergterassen nicht mehr durchzuschneiden. Daher wurde in Abstimmung mit den Behörden eine Änderung der Wasserführung umgesetzt: Das Wasser der nördlichen Wasserzeile wurde oberhalb des Areals über unser eigenes Weinbergs-Vorgewende nach Süden umgeleitet und in der Südostecke in einem Feldspeicher mit Pufferfunktion gesammelt. In diesen wurde auch das Wasser der südlichen Wasserzeile umgelenkt. Auf der Südseite des Geländes erfolgte dann die Ableitung nur des Überlaufwassers nach unten. Das Becken ist zur Hälfte mit Folie ausgekleidet. Somit steht dort immer Wasser und ein völlig neues Biotop entstenad an dieser Stelle.

9) Am südlichen unteren Ende im Bereich der Streuobstbäume wurde ein weiterer Schlammfang untergebracht, um vor allem in der Startphase des Projekts eventuell anfallende Erdmassen nach Gewittern zurück zu halten. Mehrere starke Gewitter mit jeweils über 30mm Niederschlag gleich zu Anfang konnten so nahezu problemlos überstanden werden. Mit dieser geänderten Wasserführung wurde einerseits die problemfreie Anlage der Terrassen ermöglicht und andererseits ein besserer Schutz als bisher für die darunter liegenden Wohnhäuser erreicht.

Die Anlage der Terassen

Die Anlage der obersten Terasse mit der geänderten Wasserführung und das Anlegen des Rückhaltebeckens erfolgte durch die Firma Kilian Ende 2011

Spektakulär und eindrucksvoll war dann der Einsatz der Spezialfirma Fallert, die die neuen Terassen mit einem Schreitbagger ausführte. (Film)

Während die untersten Terassen noch im Bau waren, konnten wir die oberen Terassen bereits pflanzen und den Drahtrahmen erstellen. Auch die Begrünungsmischungen wurden sofort eingesät und schon wenige Wochen begann der Hang wieder zu ergrünen.

 

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12. Juli 20125:13 PM

Flurbereinigung Heppenheimer Schloßberg

Pflanzung 2012

Flurbereinigung Heppenheimer Schloßberg

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12. Juli 20125:12 PM

55 Grad Nord, Weingut Ress

Pflanzung 2009

Projekt 55 Grad Nord, 10 NN, Weingut Balthasar Ress, Keitum, Sylt

Nicht nur an den sonnigen Hängen von Rhein und Mosel wächst deutscher Wein. Aufgrund des Klimawandels hat sich die offizielle Weinbaugrenze in den letzten Jahren immer weiter nach Norden verlagert. Wurde sie in älteren Weinbau-Fachbüchern noch mit 50 Grad nördlicher Breite angegeben, so rückte sie schon bald auf 52 Grad vor. Seit 2009 sind es sogar 55 Grad – auf diesem Breitengrad liegt Sylt, Deutschlands nördlichstes Weinbaugebiet.

Bevor Sylt jedoch vom schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsministerium die Genehmigung zum Weinbau erhielt, musste ein Gutachten der Forschungsanstalt Geisenheim über dessen Aussichten und Risiken erstellt werden. Da dies zufriedenstellend ausfiel, dürfen sich nun drei Hobbywinzer und zwei Profis die 10.000 Quadratmeter große Fläche teilen, die dem Sylter Weinbau vorbehalten ist.

In bester Südwestlage am Rande von Keitum pflanzten im Mai letzten Jahres der Architekt Henning Lehmann und der Hobby-Landwirt Olaf Klein die ersten 2700 Reben. Zusammen mit der Sommelière Birgitta Quendler, die für die Weinqualität zuständig ist, rechnen sie damit, im Jahre 2012 die ersten Trauben ernten zu können. Ihre Mitstreiter und Mitbewerber sind die Winzer Stefan und Christian Ress, die ein Weingut im Rheingau betreiben. Dort pflanzen sie Riesling, aber für den ist es auf Sylt zu kalt. Hier wird stattdessen neben einigen Rivanerstöcken die Sorte Solaris angebaut, eine neu gezüchtete pilzresistente und robuste Rebe, die dem kühlen und regenreichen nördlichen Klima angepasst ist. Sogar in Skandinavien sind damit schon Erträge erzielt worden. Der Geschmack wird als würzig und fruchtig beschrieben. Der neue Sylter Weißwein wird voraussichtlich frühestens in zwei Jahren auf den Markt kommt.

Bei den Bewohnern der Insel kommt der neue Landwirtschaftszweig gut an. Die Winzer Ress boten 555 Reben zur Pacht an, die reißenden Absatz fanden. Wer bereit war, zwischen 269 und 499 Euro dafür zu zahlen, erhielt seinen persönlichen Weinstock mit graviertem Namensschild, eine Urkunde mit dem verbrieften Recht, den Weinberg jederzeit zu betreten, um das Gedeihen der Rebe zu beobachten und das Anrecht auf eine kostenlose Flasche Keitumer Landwein pro Jahr.

Weinanbau im Norden ist übrigens gar nicht so neu, wie es scheint, sondern hat eine jahrhundertealte Tradition. Auch im Mittelalter gab es schon einmal eine Wärmeperiode, in der Wein bis in nördliche Lagen kultiviert wurde. Ob das daraus gewonnene Getränk allerdings unseren Qualitätsansprüchen gerecht wurde, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

55 grad nord foto de 20090417Sylt2Sylt3

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12. Juli 20125:11 PM

Palace Mierzecin, Dobigniew, Polen

Pflanzung 2007

Palace Mierzecin

Dobigniew, Polen

N: 52° 57' 20''  E: 15° 50' 10''

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12. Juli 20125:10 PM

Sesselberg, Weingut Laquai

Pflanzungen ab 2009

Terassenpflanzungen Sesselberg, Weingut Laquai, Lorch

[widgetkit id="209" name="Lorcher Sesselberg, Weingut Laquai"]

Lorch. (tp) – Seit vergangenem Sonntag steht eine junge, einzelne Rieslingrebe über dem Tal
von Lorch. In der nächsten Woche werden ihr ungefähr 12 000 weitere Schwestern folgen.
Das Weingut Laquai stellte vergangenen Sonntag seinen neu angelegten Terrassenweinberg
in der Lage Lorcher Kapellenberg vor.
Auf einer Fläche von über drei Hektar sind die Querzeilen angelegt worden, die längste Zeile
misst 500 Meter. Jede Terrasse hat in etwa eine Breite von 2,10 Metern; im Abstand von
rund 75 Zentimetern werden die neuen Rebstöcke gepflanzt werden.
Das Weingut Laquai ist das erste Weingut in Hessen, das einen Weinberg in Querterrassen
angelegt hat. In der Schweiz wird dieses Verfahren bereits seit hunderten von Jahren umge
-
setzt, im Schwarzwald findet sich etwa seit den 1990ern diese Form der Weinbaukultur.
Die neue Bebauungsart hat Vorteile. Vor 60 Jahren wurde die heutige Wald- und Buschflä
-
che noch als Weinberg genutzt, wegen der starken Hangneigung von über 40 Prozent gab
man jedoch nach und nach die Bewirtschaftung auf. Mit der nun stattgefundenen Umgestal
-
tung wird die fruchtbare Erde wieder nutzbar gemacht. Es ist ein weiterer Schritt auf dem
Weg, die Wein- und Kulturlandschaft des Rheingaus zu bewahren. Der landschaftsschonen
-
de Eingriff verhindert zudem Erosionen bei starken Regenfällen. Alte Trockenmauern, die als
wichtiger Lebensraum für unterschiedliche Tiere und Pflanzen gelten und unter dem Schutz
der Unesco stehen, sind freigelegt worden. Zur Sicherung der Terrassen wurden die Hänge
zusätzlich, mit Hilfe einer speziellen Saatfixierung, mit Gräsern und Kräutern der Region be
-
grünt. Neben den ökologischen Vorteilen hat der Terrassenbau auch ökonomische Vorteile
für das Weingut. Die Arbeitsstunden pro Hektar werden sich um etwa die Hälfte reduzieren.
Der Terrassenbau soll in die staatliche Förderung aufgenommen werden, um brachliegende
Flächen sinnvoll nutzen zu können. Zur Zeit laufen noch die Aufnahmeverfahren. Das Wein
-
gut Laquai hat von der Flurbereinigung einen Zuschuss für seinen Terrassenweinberg er
-
halten. Die Kosten für die Umstrukturierung beliefen sich auf etwa 20 000 Euro pro Hektar.
Wege für die Erschließung der oberen Terrassen mussten mit Baggern geschoben werden.
Dazu kommen jetzt noch einmal die Kosten für die Pflanzung der Reben.
Über ein Jahr dauerten die Planungen des Weinbergs. Vor allem behördliche Vorschriften
nahmen viel Zeit in Anspruch. Letztes Jahr im November wurde die Verbuschung beseitigt.
Die Planierung erfolgte um Ostern.
Vergangenen Sonntag wurde nun die erste Rebe angepflanzt. Über 80 Personen waren
dabei, als Gilbert und Gundolf Laquai das Pflanzloch aushoben. „Wie haben bei der Planung
etwas falsch gemacht, wir hätten für die Gäste nicht nur Wein, sondern auch Spaten mit
-
bringen sollen“, sagten die Brüder in die Runde. Der Setzling wurde mit edlem Riesling für
gutes Gedeihen begossen. Durch die Terrassenanlage können 30 Prozent weniger Rebstöcke
angepflanzt werden als in der Steillage. Der Ertrag pro Hektar wird auf 4 000 Liter geschätzt.
Das Weingut rechnet mit einer hohen Weinqualität, da die neue Kultivierungsart die Vorteile
des Steilhangs mit denen des Terrassenanbaus kombiniert. Die frisch gepflanzte Rebe wird
nun wachsen, Knospen und Blätter und schließlich Trauben hervorbringen. 2011 wird mit
der ersten Ernte gerechnet, 2012 kann dann der edle Tropfen genossen werden. (Quelle: Rheingau-Echo)
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12. Juli 20125:08 PM

Flurbereinigung Schriesheimer Kuhberg

Pflanzung 2009 Flurbereinigung Schriesheimer Kuhberg,

Mitglieder der Winzergenossenschaft Schriesheim u.a.

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12. Juli 20125:07 PM

Niersteiner Hölle, Weingut Eckehard Gröhl

Pflanzung 2010

Niersteiner Hölle

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Weingut Eckehard Gröhl, Weinolsheim

Niersteiner Hölle

Die Kalksteine, aus denen sich dieser Boden entwickelt hat, sind Reste eines verfestigten Korallen- und Kalkalgenriffs, das vor circa 23 Millionen Jahren in einem tropischen Meer, das Rheinhessen bedeckte, wuchs. Am Ende des Zeitalters setzten unter subtropischen, feuchtwarmen, festländischen Bedingungen Lösungsverwitterungen ein. Die schlecht löslichen, nicht kalkigen Bestandteile (z.B. Tonminerale und Eisenverbindungen), die im Kalk zuvor eingelagert waren, blieben zurück und bildeten eine lehmige oder tonige Schicht, den so genannten Residualton. Die Tone besitzen einen hohen Anteil an quellfähigen Tonmineralen, das heißt der Boden kann große Mengen Wasser speichern, allerdings bindet er einen Teil davon so fest, dass die Reben ihn nicht nutzen können. Durch den hohen Wassergehalt im Frühjahr erfolgt die Erwärmung des Bodens verzögert. Der sehr steinige Untergrund ist nur schwer durchwurzelbar, ältere Reben können allerdings auch in Trockenphasen immer Wasser und Nährstoffe aus der Tiefe erreichen. Der Boden ist insgesamt sehr mineralisch und reicht von Kalkstein bis Muschelkalk. Unser Pinot Noir und Weisser Burgunder reifen hier zu großen Weinen heran.

 

 

 

 

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2011
12. Februar 201111:18 AM

Allgemeiner Weinbau-Ratgeber, Veröffentlichungen, Vorträge

[widgetkit id="15" name="Ratgeber, Veröffentlichungen, Veranstaltungen"]
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2010
31. Dezember 20107:46 PM

Film Impressions of CCCC

CCCC 2010

This wmv-Film to download gives a overview an impression of our 1. Cool Climate Customers Conference 2010..

It´s mixture from pictures, films and sounds and gives only a overview from all the three conference days. The films of all the single speeches are online with original sound!

Download the complete film here (ca. 410 Gb)

ANT_0112

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04. April 20109:28 PM

01 Opening and Programm

Guests, Customers and friends from 10 countries participated in our first CCC-Conference March 2010

Programm (pdf)

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2009
18. Dezember 20098:55 AM

Erste Eisweine des Jahrgangs 2009 am 18.12.2009 gelesen

AKTUELL-AKTUELL- Diese Mostgewichte wurden von uns am 19.12. mit sensationellen 271 und 274 Grad Oechsle übertroffen !!... mehr hier

 

Am 18.12.09 gab es ein weiteres Highlight im Bergsträsser Superherbst 2009.

Zum zweiten Mal im Jahr 2009 wurde Eiswein gelesen. Am 7. Januar 2009 war es damals ein 2008er Heppenheimer Spätburgunder-Eiswein, der damals alle Rekorde brach und inzwischen höchstprämiert ist (mehr über den damaligen Eiswein hier..).

 

173° Oechsle – Erster 2009er  Riesling-Eisweinlese an der Bergstraße 

(Bilder (C) Reinhard Antes für die Presse unten zum kostenlosen Download) 

Heute in den frühen Morgenstunden konnte die Bergsträßer Winzer eG in Heppenheim die erste Eisweinparzelle mit Riesling-Trauben des Jahrgangs 2009 ernten. Das Thermometer zeigte um 7:00 Uhr Temperaturen um Minus 8,5 Grad Celsius.

Die Winzerfamilien Markus und Werner Rothermel aus Heppenheim-Erbach versammelten sich mit 21 Lesehelferinnen und Helfern um 7:30 Uhr in der Lage Heppenheimer Maiberg. Die Familien Rothermel betätigten sich damit schon zum 5. Male als erfolgreiche Eisweinjäger in der Bergsträsser Winzer eG. Im ersten Morgengrauen machten sich die dick vermummten „Eisweinernter“ ans Werk. Bereits nach einer knappen Stunde war der erste Teil der Lese in dieser Weinlage beendet. Es steht nun noch ca. 1/3 dieser Rebfläche zur Ernte in den nächsten kalten Morgenstunden an.

Das Lesegut wurde vom Geschäftsführer Otto Guthier in die Kellerei befördert, wo es vom Kellermeister Gerhard Weiß freudig in Empfang genommen und abgekeltert wurde.

Die Rieslingtrauben dieses Eisweines, Jahrgang 2009 erzielten ein erfreulich hohes Mostgewicht von 173° Oechsle. Die erzielte Literzahl standen bei Abfassung dieser Mitteilung noch nicht fest, da die Presse noch läuft. Bei Eisweinen handelt es sich von Natur aus um Raritäten in sehr kleinen Mengen. Die Bergsträsser Winzer eG hat mit diesen Spitzenweinen schon zahlreiche internationale Erfolge errungen.

Außer den restlichen Trauben im Heppenheimer Maiberg wartet auch im Heppenheimer Eckweg noch eine Parzelle Riesling-Trauben auf die Abschlussernte. Die Bergsträsser Winzer eG erhofft daher eine weitere, kalte Frostnacht.

Lange mussten die Winzer der Bergsträßer Winzer eG in diesem Jahr warten, denn mehrfach waren die Temperaturen nur leicht in den Minusgraden. Die erforderlichen Werte von Minus acht Grad Celsius wurden erst am heutigen Morgen erreicht. Für die Bergsträßer Winzer eG ist es der 17te Eiswein seit 1992. Damit wurde der traumhafte Jahrgang 2009 um einen weiteren Spitzenwein bereichert.

 

BERGSTRÄSSER WINZER eG              Darmstädter Straße 56   64646 Heppenheim

Geschäftsführer Herr Otto Guthier         Telefon 06252 / 7994-10            Telefax 06252 / 7994-50

1. Vorsitzender Reinhard Antes             Telefon 06252 / 77 101              Telefax 06252 / 787 326

Verwaltung Bergsträßer Winzer eG         Telefon 06252 / 7994-0              Telefax 06252 / 7994-51

 

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  

geschafft! Der Geschäftsführer der Bergsträsser Winzer eG Otto Guthier strahlt...

weitere Bilder in der Zufallsgallery unten.

erste Presseberichte: ECHO-Online


 

Der nachfolgende Film mit Impressionen über die Eisweinproduktion an der Bergstrasse sieht am Besten aus, wenn man dazu ein Gläschen Eiswein verkostet... Viel Spaß!

Zur Zeit laufen die Traubenshow-Videos am besten mit dem Mozilla Firefox Bowser im Windows Media Player Format. Beide, Browser und Plug-In, können Sie mit den folgenden Links herunterladen und installieren. Die Rebenshows laufen dann automatisch und umgehend.

Für Nutzer des Internet-Explorers bieten wir hier den Download des Filmes an ... 

Link Download Film Faszination Riesling Eiswein 768x576 WMV-Format

Link Download Film Faszination Riesling Eiswein 1280x720 mit Ton WMV-Format

 

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2008
18. Dezember 20087:19 PM

Der Einfluß des Klimawandels auf den Weinbau an der hessischen Bergstrasse

Die Klimaveränderung und ihr Einfluss auf den Weinbau an der Hessischen Bergstrasse

– Wie sich die globale Klimaerwärmung auf die Hessische Bergstraße auswirkt – Rebsortenspiegel ändert sich

Von Dipl. Weinbauing. Reinhard Antes, erschienen im Starkenburger Echo 22.7.2006 Kurzfassung

Südeuropäische Sorten fassen Fuß

Schlagzeilen zur Klimaveränderung gehören längst zum Alltag. Erdhistorisch gesehen hat es zwar schon immer Klimaschwankungen gegeben, aber die Umbrüche verlaufen diesmal mit einer Geschwindigkeit, die alles bisher da gewesene übertrifft.

Für Menschen ist es schwierig, das Tempo der Veränderung objektiv zu erfassen. Man nimmt nur subjektive Eindrücke wahr. Das Jahr 2003 ist sicher vielen nur deshalb in „heißer“ Erinnerung, weil die historische Hitzewelle in der Hauptferienzeit lag. Ein Winzer verbindet vor allem Herbstwetter und Lesebeginn mit der Güte eines Weinjahrs. Überdies gibt es eine Reihe weiterer Parameter, die – langjährig aufgezeichnet – die rasante Klimaveränderung belegen. Einige Fakten:

- In den vergangenen 130 Jahren ist es in Deutschland um ein Grad Celsius wärmer geworden.

- Von den 14 wärmsten Jahren in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Wetteraufzeichnungen der Weinbau-Forschungsanstalt Geisenheim fielen zehn Jahre in die Zeit nach 1990.

- Aus weinbaulicher Sicht haben sich in den vergangenen 40 Jahren die wichtigsten Phasen, nämlich Austrieb, Blüte und Reifebeginn, um sieben bis zwölf Tage gegenüber dem langjährigen Durchschnitt vor verlagert.

- Die Kohlendioxid-Konzentration der Atmosphäre hat sich seit dem Mittelalter (1750) um 31 Prozent erhöht. Dies ist die höchste Konzentration der letzten 20 Millionen Jahre.

Aufgrund vieler Messwerte, vor allem auch in den europäischen Weinbauregionen, lassen sich Klimamodelle erstellen, die Entwicklungsprognosen ermöglichen. Diese Prognosen für unsere Klimaregion lauten:

- Die Temperatur wird im Sommerhalbjahr in den nächsten Jahrzehnten um 0,5 bis 1,5 Grad Celsius  ansteigen, im Winterhalbjahr gar um 1,5 bis 3 Grad.

- Die Niederschlagsprognose fällt für Nord- und Süddeutschland unterschiedlich aus. Da die deutschen Weinbaugebiete in der Übergangszone zu den Mittelmeerbreiten liegen, rechnet man mit einer Abnahme der Niederschläge im Sommer und mit einer Zunahme im Winter. Ebenso wird eine Zunahme der Starkregenereignisse und Erosionsschäden vorhergesagt. Das langjährige Niederschlagsmittel ist an der Bergstraße (Heppenheim) innerhalb von zwei Jahrzehnten von 740 auf unter 700 Millimeter (Liter pro Quadratmeter) gesunken.

- Wegen der höheren Temperaturen wird eine größere Verdunstung die Folge sein. Trockenschäden und Stresssituationen nehmen zu. Das Jahr 1999 steht für die Bergstraße als klares Beispiel für diesen Trend. Der niedrige Grundwasserspiegel der gesamten Region bestätigt dies auch.

- Die Intensität der UV-B-Strahlung wird infolge des Abbaus der Ozonschicht zunehmen. Dies hat Auswirkung auf die Physiologie aller Kulturpflanzen. Eine veränderte Zusammensetzung von Most- und Weininhaltsstoffen ist die Konsequenz.

Winzer müssen jetzt schon umdenken

Am leichtesten zu erstellen sind die Prognosen auf das Reifungspotential der Rebsorten. Erste Berechnungsmodelle um die Jahrtausendwende (Quelle: Professor Norbert Becker, Freiburg) mit Daten von 60 Klimastationen in deutschen Weinbaugebieten sagten die Auswirkungen vorher. Dies ist relativ einfach, denn die Rebenentwicklung wird im Jahresverlauf in erster Linie von  der Temperatur gesteuert.

Es wurden drei Klima-Modelle erstellt: Modell eins geht von einer Erwärmung um 0,5 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1972 bis 1991 aus. Modell zwei von einem Grad und Modell drei von 1,5 Grad. Je nach Modellrechnung steigen die Reifegrade von Riesling um 2,6 bis 8,1 Grad Öchsle, bei Spätburgunder von 2,3 bis 8,1 und bei Müller-Thurgau um 1,2 bis 3,6 Grad. Für die Mitte des Jahrhunderts werden inzwischen sogar noch höhere Erwärmungen von etwa zwei Grad Celsius vorhergesagt, die in den Modellen noch nicht berücksichtigt sind.

Nach allen Erkenntnissen ist Stufe eins des Modells bereits Realität. Stufe zwei wird während der Standzeit der jetzt bestehenden Weinberge eintreten. Stufe drei wird etwa in 30 Jahren, also schon in einer Weinbergs- und Winzergeneration erreicht. Das heißt: Jeder neue Weinberg, der jetzt gepflanzt wird, wird während dieser Phase noch im Ertrag stehen! Winzer an der Bergstraße müssten also jetzt schon denken wie Winzer in den viel heißeren Regionen des Südens.

Wärmebedarf als Gradmesser

Was man mit großer Sicherheit vorhersagen kann, ist eine Veränderung des Rebsortenspiegels. Besonders spät reifende Sorten wie Riesling und Spätburgunder werden profitieren. Es gibt aber auch Konsequenzen für den Anbau anderer Rebsorten mit noch höheren Wärmeansprüchen. Einen Anhaltspunkt liefert der „Huglin-Index“. Die Weinwissenschaft unterscheidet damit Rebsorten nach ihrem Wärmebedarf. Folgende Aussagen lassen sich z.B. treffen:

- Mosel- und Ahrtal werden schon bei der mittleren Stufe (Erwärmung um ein Grad) die früheren Wärmesummen von Freiburg treffen.

- Reingau und Bergstraße werden in dieser Stufe in den Bereich der besten Lagen des Kaiserstuhls vorrücken und anschließend das frühere französische oder oberitaliensche Klima haben.

- Der Kaiserstuhl wird so warm wie Montelimar im Rhonetal.

Für die Rebsorten bedeutet dies, dass im Oberrheintal heute schon Merlot oder Sauvignon blanc gedeihen. Chardonnay wird längst von fast allen Bergsträßer Betrieben angebaut. In Spitzenstandorten im Oberrheingraben und am Heppenheimer Steinkopf steht bereits Cabernet Sauvignon. Selbst wenn keine südeuropäischen Sorten angepflanzt würden, bedeutet diese Entwicklung, dass die Bergsträßer Winzer mit ihrem jetzigen Sortenspektrum immer höhere Qualitäten ernten können, sofern ihnen nicht Trockenheit einen Strich durch die Rechnung macht.

Riesling klettert die Hänge hinauf

Wie wird sich die Klimaveränderung auf die Bergstraße mit ihren beiden Bereichen Starkenburg und Groß-Umstadt auswirken? Weinfreunde können sich über eine zunehmende internationale Vielfalt des Bergsträßer Rebsortenspektrums freuen. Für jede Rebsorte der Welt sind hier problemlos geeignete Standorte zu finden. Das kleinste deutsche Anbaugebiet hat eine Auswahl wie manch große berühmte Gebiete nicht.

Typ und Stil des Bergsträßers werden sich verändern

Die Qualität der traditionellen Rebsorten wird sich kontinuierlich steigern. Doch auch Weintyp und Weinstil werden sich ändern. Der typische Charakter der weißen Bergsträßer Weine hat sich in den vergangenen Jahren schon dem internationalen Weintyp der Südregionen angenähert. Die säurebetonten Bergsträßer der 1960er und 1970er Jahren sind Geschichte. Heute geht es im Gegenteil darum, möglichst viel natürliche Fruchtsäure zu erhalten.

Wie sieht es woanders aus? Am Kaiserstuhl gibt es nur noch wenig Riesling, und im Burgenland wird sogar sein Aussterben vorhergesagt. Veröffentlichungen in der Fachpresse sagen für den Rheingau vorher, dass der Riesling auch dort seine Stellung als Leitsorte verlieren wird. Die Klimaveränderung kommt dem Rotweinbau entgegen. Dieser wird sich künftig als eine völlig selbstverständliche Tatsache an der Bergstraße darstellen. 2007 wird der Anteil der Rotweinsorten bei der Bergsträßer Winzer eG die 30-Prozent-Marke übertreffen.

Über neue deutsche Rebregionen in Mecklenburg oder Brandenburg wurde in den Medien berichtet. Selbst für diese sagt ein Klimamodell von Manfred Stock (Potsdam-Institut für Klimaforschung) schon für 2030 in großen Bereichen die Eignung für Chardonnay, Riesling, Spätburgunder und Sauvignon blanc voraus. Im Bergsträßer Partnerbezirk in Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin wird dann künftig wohl Riesling gedeihen...

Auch wenn weitere Regionen vielleicht künftig den Wettbewerb verstärken, dürfte die Bergstraße eher zu den Gewinnern der Entwicklung zählen. Dagegen werden die südeuropäischen Weinregionen von der Fachwelt bereits als wahrscheinliche Verlierer gehandelt, die künftig nur noch „Alkoholbomben“ ohne jegliche Fruchtaromatik produzieren.

Müller-Thurgau könnte zur Rarität werden

Wie reagieren die Bergsträßer Winzer? Da sie ihre Weinberge nicht nach Norden verschieben können, lassen sie die Pflanzungen des Rieslings langsam aber sicher an den Hängen nach oben und in die Seitentäler klettern, während auf den warmen Lößlehmböden – wie im Heppenheimer Eckweg – der anspruchsvollere Spätburgunder immer mehr den Riesling verdrängt. Damit können die Bergsträßer im Gegensatz zu Winzern anderer Regionen den natürlichen Vorteil der Hanglagen nutzen: Pro 100 Meter Höhenunterschied ist die Jahresdurchschnittstemperatur 0,5 Grad Celsius niedriger. Mit dieser höheren Pflanzung kann die typische Aromatik des Rieslings erhalten werden, der eine kühlere Reifephase zur Ausbildung der Fruchtaromen benötigt. Noch kühlere Standorte, die für Müller-Thurgau geeignet wären, sind dann allerdings an der Bergstraße nur noch mit Mühe zu finden. Er ist auf dem besten Weg, zur Rarität zu werden. Weinlagen wie „Melibokus Nordseite“ oder „Katzenbuckel Westhang“ sind vielleicht eines Tages keine Schimpfwörter mehr. Womöglich ist der Odenwald die Weinregion des 22. Jahrhunderts.

Die frühere Vegetationsphase, die erhöhte Strahlung und die beschleunigte Reife werden weitere Auswirkungen haben. Sicher wird sich die Zahl der Jahre mit noch größerer Qualität häufen. Wassermangel wird Trockenjahre die Erntemenge allerdings reduzieren. Die Frage der künftig nachhaltig zu produzierenden Erntemenge wird nicht mehr allein aus der Sicht des gesetzlich zulässigen Hektarertrags zu bewerten sein, sondern danach, ob die Wasserversorgung überhaupt noch ausreicht, um die jetzigen 80 Hektoliter pro Hektar ohne Schaden für die Qualität oder die Reben zu ermöglichen. Sinkende Erträge bedeuten aber sinkende Rendite.

Die Gefahr von Trockenstress wird steigen, vor allem an Standorten mit flachgründigen Böden. Wiederholt hatte die Bergstraße Sonne für zwei gute Jahrgänge, aber nur Wasser für einen halben. Daraus ergibt sich eine relative Entwertung der bisher besten, sonnenexponierten Steillagen mit geringer Wasserspeicherung des Bodens und gleichzeitige Aufwertung eher höherer oder feuchterer Standorte. Diesem Werteverfall kann künftig nur mit Tröpfchenbewässerung begegnet werden.

Mit fossilen Energien sparsam umgehen

Bei Flurneuordnungsverfahren muss die Möglichkeit solcher Versorgungsmöglichkeiten geprüft werden. Bei der Neuanpflanzung werden die Winzer Wert auf trockenresistente Sorten legen müssen. Die ökologisch sinnvolle Begrünung der Weinberge wird wegen der Wasserkonkurrenz zur Rebe nicht mehr überall möglich sein. Anderseits wird es mehr Erosionsschäden durch Starkregenereignisse geben. Auch Wetterextreme wie Hagel und Sturm werden zunehmen.

Jeder vernünftige Mensch wird keine Freude über die Klimaerwärmung äußern. Auch Winzer und Weinwirtschaft sind aufgerufen, der globalen Klimaerwärmung durch Verbrauch fossiler Energien entgegenzuwirken.

Weiterführende Links zum Thema:

Wo wird in Europa in 30 Jahren Wein angebaut? Zu den Folgen der Klimaverschiebung empfehlen wir Ihnen dringend diesen

Link zu einem Vortrag von Dr. Manfred Stock vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam! "Klima udn Wein im solaren Zeitalter!"

Weinbhttp://www.pik-potsdam.de/~stock/paper/weinbau&klima_dkt2003.pdfau und Klima (PIK-Potsdam, deutsche Klimatagung)

Dr. Edgar Müller - Bewässerung - Antwort auf Klimawandel? (Kreuznacher Wintertagung)

Zahlen zum Thema: Anbauverhältnis Weißwein zu Rotwein in Deutschland (Quelle: deutsches Weininstitut)

1980: 88,6 : 11,4

1985: 86,8 : 13,1
1990: 83,6 : 16,2
1995: 80,9 : 19,1
2000: 74,0 : 26,0
2004: 64,0 : 36,0  !!

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